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Künstlertrio eröffnet Gemeinschafts-Ausstellung

HALTERN "Drei mal drei" sind neun. Im Falle der Kunstausstellung von Hermann Döbber, Hermann Teigelkamp und Norbert Schulz kommt aber noch einiges hinzu.

von Von Jana Prasse

, 25.05.2008
Künstlertrio eröffnet Gemeinschafts-Ausstellung

"H2N" steht für die Künstler: Hermann Döbber, Hermann Teigelkamp und Norbert Schulz (v.l.n.r.).

Wenn man die Werkstatt auf einem grauen Hinterhof irgendwo in Haltern betritt, ist man erstaunt was einen im Inneren erwartet. Eine Holzskulptur, die von der Decke hängt, ein blaues Wandbild auf der gegenüberliegenden Wand, aus dem ein ebenso blauer Holzkopf hervorsticht. Zwischen den ersten Besuchern stehen die Künstler: Hermann Döbber, Hermann Teigelkamp und Norbert Schulz. Sie deuten auf ihre Werke, erklären die Bedeutung, den Titel oder erzählen die ein oder andere Anekdote.

Unverkennbare Note

Grundlage der Ausstellung sind drei Triptychen, also drei dreiteilige Kunstwerke, zu denen jeder Künstler einen Teil beisteuert. Jedes Triptychon steht unter einem Motto, jedoch gibt es nur geringe Vorgaben, z.B. die Form betreffend. „Wir arbeiten zusammen, aber jeder macht sein eigenes Ding“, erklärte Teigelkamp. Und so ist auch für den Laien erkennbar, dass jedes Stück eines Triptychons die unverkennbare Note seines Erschaffers trägt. Da wäre zum einen das Triptychon zum Thema „Disziplin“. Die Idee dazu entstand bei einer Unterhaltung über das viel diskutierte Buch „Lob der Disziplin“, geschrieben von dem langjährigen Leiter des Internats „Salem“ Bernhard Bueb.

„Disziplin“ aus Nägeln

Ein Bild zieren unter anderem einige Nägel, die das Wort „Disziplin“ bilden, ein anderes Bild mit dem Titel „Die Erziehung der Bäume“ besteht aus vielen kleinen Ast-Enden, die unterschiedlich weit aus dem Bild herausragen. „So hat jeder seine eigenen Assoziationen zu einem Thema“, sagte Norbert Schulz und erklärte weiterhin: „Ich lasse mich stark inspirieren von Lyrik, hier z.B. vom Gedicht „Der Hochwald“ von Reiner Kunze.“ Doch die Ausstellung bietet noch mehr als die „drei mal drei“ Werke, von der Fotoserie „Hochsitz“ über Steinskulpturen bis zur Video-Installation findet sich in so mancher Ecke der Werkstatt eine kleine Überraschung und ist so auf jeden Fall einen Besuch Wert.   Die Ausstellung kann werktags bis zum 24. Juni von 15 bis 18 Uhr besucht werden.

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