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Preiserhöhung nur im Kleingedruckten

12.11.2007

Haltern Für umweltfeindlich und wenig verbraucherfreundlich hält Leser Dirk Klaus die neue Tarifgestaltung bei den Stadtwerken ab Januar 2008. Er hat die Preise verglichen und hofft, mit einem Anbieterwechsel bis zu 300 Euro pro Jahr zu sparen.

Als "Bauernfängerei" und "Verschleierungstaktik" beschreibt Manfred Schweder das Vorgehen der Stadtwerke: "Da wird von einer Verschlankung des Preissystems gesprochen, aber die einzigen, die einen Vorteil erzielen, sind die Stadtwerke, weil ihre Verwaltung weniger Aufwand betreiben muss." Bisher zahlte er 16,30 Cent für die Kilowattstunde, ab Januar müsste er 18,68 Cent berappen. 14,6 Prozent mehr.

Durch die Reduzierung von vier möglichen Tarifen auf nur noch einen, "werden die Stromsparer bestraft, die Großverbraucher belohnt", kritisiert Schweder den neuen Kosi-Strom-Vertrag.

Dem widerspricht Stadtwerke-Vertriebsleiter Klaus Hötting: "Wir haben uns gerade bei der neuen Tarifgestaltung darum bemüht, für mehr Tarifgerechtigkeit zu sorgen." Der Vorteil sei nun, dass kein Kunde einen anderen subventioniere. Die von den Halterner Stadtwerken geforderten Tarife hält Hötting für "durchaus wettbewerbsfähig". Viele Anbieter, die derzeit mit Niedrigpreisen werben, könnten diese auf Dauer nicht halten: "Die Preiserhöhung im nächsten Jahr findet man dort nur im Kleingedruckten." Zuletzt, so Hötting, hätten die Stadtwerke Haltern die Preise 2006 erhöht. 2007 sei allein die Mehrwertsteuererhöhung an die Kunden weitergegeben worden. Hötting gibt zwar zu, dass die Preiserhöhung jetzt etwas stärker ausfällt, begründet dies aber mit dem Anstieg der Einkaufspreise: "Das müssen auch andere Anbieter weitergeben."

Vorkasse

In den großen Anbietern wie E.ON und RWE sieht Hötting keine Konkurrenz. Die Preise einiger Internetanbieter allerdings, gibt er zu, seien zurzeit manchmal günstiger: "Aber hier wird oft Vorkasse verlangt. Sollte der Anbieter Insolvenz anmelden, da die Tarife nicht kostendeckend waren, ist das Geld weg."

Hötting empfiehlt den Kunden, das Gespräch mit den Stadtwerken zu suchen. Wegen unterschiedlicher Abrechnungszeiträume sei ein Vergleich nämlich häufig schwierig. hei/el

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