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Schwarz in der Nacht

Haltern "Nur Armleuchter fahren ohne Licht", lautet das Motto einer Aktion der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte, Gemeinden und Kreise in NRW (AGFS).

22.11.2007

Weil Haltern als fahrradfreundliche Kommune zertifiziert wurde, kam die "Sehen-und-gesehen-werden"-Tour 2007, die eigentlich mit 500 Euro zu Buche schlägt, kostenlos in die Stadt. Der komplette siebte Jahrgang der Realschule erlebte hautnah, wie unsichtbar ein Fußgänger oder Radfahrer ohne Licht und Reflektoren im Straßenverkehr ist. Vor einer so genannten Black Box stiegen die Schüler auf ein Rad und traten kräftig in die Pedale, wodurch eine abendliche Straßenszene beleuchtet wurde. Durch das Sichtfenster sahen sie verschiedene Verkehrsteilnehmer, darunter auch Radfahrer - mit und ohne Beleuchtung. Die Radler ohne Licht waren, wenn überhaupt, nur schwer zu erkennen. So wurde erlebbar, dass Fahrradlampen nicht nur das Umfeld beleuchten, sondern gleichzeitig auch Positionslampen sind.

Eine wichtige Erfahrung für die Schüler, denn das Modediktat dunkler Kleidung ist unter Jugendlichen weit verbreitet. "Eine Schülerin hat sogar ihr Fahrrad samt Reflektoren schwarz angemalt", unterstrich Ingrid Springer für die Verwaltung die Notwendigkeit der Aufklärung.

Fahrradkontrolle

Dazu passte auch das Ergebnis der jüngsten Fahrradkontrolle, die von der Polizei an der Realschule durchgeführt wurde. "So viele Beanstandungen hatten wir noch nie", appellierte Verbindungslehrer Franz-Josef Berheide an die Eltern, das Thema Sicherheit im Straßenverkehr besonders im Winterhalbjahr nicht zu vernachlässigen. Vornehmlich hätten nämlich Lampen und Bremsen an den Fahrrädern nicht funktioniert.

Zu den weiteren Bestandteilen der AGFS-Aktion gehörten eine Checkliste über die vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung, Tipps und Tricks zur Reparatur-Selbsthilfe sowie Informationen über reflektierende Materialien. Mit den Machern hofft die Stadt nun auf den vorbeugenden Effekt, denn alle Erfahrung mit Teenagern zeigt: "Reine Verbote kommen in diesem Alter überhaupt nicht an." Silvia Wiethoff

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