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Verkehrsprobleme sind Thema im Physikunterricht

02.11.2007

Haltern Physikunterricht in der Jahrgangsstufe 11 des Joseph-König-Gymnasiums: Die Schüler sitzen nicht an Pulten im Klassenraum. Fachlehrer Ulrich Falterbaum steht nicht erklärend an der Tafel, sondern ist genauso gespannt auf die Erklärungen der qualifizierten Referenten, die Mittwochmorgen den naturwissenschaftlichen Unterricht leiten, draußen vor der Schule.

Die beiden Polizeioberkommissare Andreas Luszowski und Hugo Deitermann sowie Wachleiter, Polizeihauptkommissar Norbert Hausen, haben ein Lasergerät mitgebracht, das die Geschwindigkeit motorisierter Verkehrsteilnehmer auf einer Strecke bis zu 1000 m misst - in beiden Fahrtrichtungen.

Glück für Temposünder

An diesem Morgen haben die Temposünder Glück, denn es geht weniger um sie als darum, den Schülern das Messgerät, die Handhabung und die Konsequenzen einer Tempoüberschreitung zu verdeutlichen. Wer innerhalb geschlossener Ortschaft mit 31 km/h (außerhalb mit 41) und mehr erwischt wird, muss nicht nur mit Punkten in Flensburg und Bußgeld rechnen, sondern sich auch auf einen Monat ohne Führerschein einstellen. Wer zweimal in einem Jahr 26 km/h und mehr zu schnell war, den ereilt das selbe Schicksal.

Bewegliche Ziele

Andreas Luszowski erklärt das Gerät - zuerst die Nullmessung, dann ein bewegliches Ziel anpeilen: Ein Taxi, bei 49,1 m gemessen, nähert sich mit 29 km/h, der 29 m entfernte Bulli rauscht mit Tempo 48 heran. Und der PKW aus GE wäre mit über 50 km/h im Normalfall angehalten und zur Kasse gebeten worden. Die Jugendlichen erfahren, dass positive Geschwindigkeit das sich nähernde Fahrzeug meint, negative, wenn sich das Gefährt weg bewegt. Im Sucher ist alles sechsfach vergrößert gestochen scharf zu erkennen, auch, ob der Fahrer angegurtet ist oder telefoniert.

Norbert Hausen freut sich über den guten Kontakt zwischen Schule und Polizei. Gerne sei die Polizei bereit, den theoretischen Unterricht mit einer praktischen Einheit zu vertiefen. el

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