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Vorsichtig in Chaträumen bewegen

Haltern Heutzutage haben 89 Prozent aller Haushalte mit Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren einen Internetzugang. 70 Prozent der Jugendlichen sind täglich oder mehrmals die Woche im Internet aktiv.

15.11.2007

Da ist es nur richtig, dass Eltern sich über das Internet informieren wollen. Deswegen bot die Schulpflegschaft des Joseph-König-Gymnasiums am Mittwoch einen Informationsabend mit der Medienpädagogin Petra Raschke-Otto aus Warendorf an.

Unter dem Motto "Surfen, Gamen, Chatten - Das Internet und Co.: Freund oder Feind unserer Kinder?" stellte sie positive und negative Seiten des weltweiten Netzes gegenüber.

Besonders wichtig war ihr dabei das Thema "Chatten", das bei den Kindern und Jugendlichen meist an erster Stelle im Internet steht.

Beim Chatten, also dem "Plaudern" oder "Schwätzen" über das Internet, handelt es sich in erster Linie um ein Kommunikationsmittel. Dabei müsse man zwischen so genannten "Messengern" und den öffentlichen "Chat-Räumen" unterscheiden.

Von Messengern, wie ICQ oder AIM, gehe meist keine Gefahr aus. "Sie sind harmlos", resümierte Raschke-Otto. Beim Chatten in öffentlichen Chatrooms müsse man dagegen vorsichtig sein. "Sie werden häufig nicht kontrolliert", kritisierte die Pädagogin. Hier könne es zu sexuellen Belästigungen und eindeutigen Angeboten kommen. Um eine gewisse Sicherheit entstehen zu lassen, müsse man daher das Gespräch in der Familie suchen: "Begleiten Sie Ihr Kind. Legen Sie gemeinsam Chat-Räume fest. Vertrauen sie Ihrem Kind und vermitteln Sie Sicherheitsregeln", riet Raschke-Otto. Dazu gehöre, dass man keine persönlichen Daten herausgibt, keine Bilder tauscht und auch keine direkten Treffen plant und wenn, dann nur mit Begleitung.

Strategisches Denken

Weiter behandelte sie das Thema Computerspiele, über das sie sehr neutral berichtete. Im Vordergrund der Spiele stehe strategisches Denken sowie vor allem reaktionsschnelles und angemessenes Handeln. Sie förderten kein Mitgefühl. Erfahrene Spieler würden immer zwischen der realen und der virtuellen Welt unterscheiden können. Doch diese Fähigkeit hätte immer mit dem sozialen Umfeld zu tun. "Was macht mein Kind sonst in seiner Freizeit?", forderte Raschke-Otto die anwesenden Eltern zum Nachdenken auf. Benjamin Glöckner

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