Hamm zeigt größte Ägyptensammlung des Ruhrgebiets

Gustav-Lübcke-Museum

Es begann 1886 mit einem „Mumienverein“. Jetzt ist die Abteilung „Altes Ägypten“ mit der größten ägyptischen Sammlung im Ruhrgebiet das Markenzeichen des Gustav-Lübcke-Museums in Hamm. Es feiert seine Wiedereröffnung in diesem Jahr mit der Neukonzeption sämtlicher Dauerausstellungen. Schluss- und Höhepunkt ist am 30. August die Neupräsentation der Ägyptensammlung. Damit nimmt das Gustav-Lübcke-Museum dann auch seinen Vollbetrieb wieder auf.

HAMM

, 14.07.2015, 12:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hamm zeigt größte Ägyptensammlung des Ruhrgebiets

Zu sehen: Der Mumiensarg des Peti-imen-menu.

Die Kollektion verfügt jetzt über einen eigenen Raum, der voll klimatisiert ist. „Davon profitieren auch die jahrtausendealten Exponate“, sagt Museumsdirektorin Dr. Friederike Daugelat.

Über 500 Quadratmeter

„Auf über 500 Quadratmetern entfaltet sich die ganze Pracht der wertvollen Objekte, die die Besucher zu einer Expedition ins Land der Pharaonen einladen.“ Höhepunkt: Der Granitsarkophag des Sechem-ka aus der Zeit zwischen 2350 und 2335 vor Christus, 7,5 Tonnen schwer. Kuratorin Carola Nafroth hat auch einen Kindertempel in ihre Schau integriert.

Mit einem Kinderheft in der Hand können sich Nachwuchsägyptologen bei Rätsel- und Suchspielen ihr eigenes Bild von der einzigartigen Welt am Nil machen.

Mumienverein

Rückblick: 1886 war es Ziel des neu gegründeten „Mumienvereins“, eine echte ägyptische Mumie nach Hamm zu holen. Und noch im selben Jahr traf eine solche Mumie ein.

Zur Finanzierung hatten die Vereinsmitglieder eigene „Mumienaktien“ im Wert von 20 Mark herausgegeben. Und auch wenn die Mumie im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, so hat sie in Hamm doch eine Ägyptomanie ausgelöst, die bis heute anhält.

: „Altes Ägypten“, Tag der offenen Tür am 30. August, 11.30 (Beginn des Festakts) bis 18 Uhr, Neue Bahnhofstraße 9, Hamm.