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Handwerker engagieren sich für "Schlaf am Zug"

Neue Sanitäranlage

Jannine Düding kann ihre Dankbarkeit kaum in Worte fassen. Einer der innigsten Wünsche von "Schlaf am Zug" geht in den nächsten Wochen in Erfüllung. Die Einrichtung bekommt eine neue sanitäre Einrichtung. Dank des Bochumer Projektes "Spoocha".

BOCHUM

, 20.03.2014 / Lesedauer: 3 min
Handwerker engagieren sich für "Schlaf am Zug"

"Schlaf am Zug"-Leiterin Jannine Düding mit (v.li.) Björn Merz (Spoocha), Martin Demmelhuber (Vorstandsmitglied der Innung und Unternehmer) und Volker Gorn (Lehrer am Neuen Gymnasium).

Eine Aktion von überaus engagierten Jugendlichen für Jugendliche, die gerade nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Den Anfang nimmt die vorbildliche Aktion am Neuen Gymnasium. Hier melden sich zahlreiche Schüler für einen Halbmarathon an und besorgen sich Sponsoren. Am Ende kommen 600 Euro für einen sozialen Zweck zusammen. Ein Ansatz, der perfekt zum jungen Bochumer Projekt Spoocha passt. „Wir versuchen eine Plattform zu bieten, die Sponsoren und Empfänger zusammen bringt“, erklärt Björn Merz. Er ist einer der Initiatoren von Spoocha. Gemeinsam wollen sie helfen. Hier. Und unmittelbar. Aktuelle Beispiel: die Notschlafstelle für Jugendliche „Schlaf am Zug“.

Schnell ist den Beteiligten klar, dass mit dem zur Verfügung stehenden Geld das Ziel nicht erreicht werden kann. Zum Glück kann Spoocha die Kreishandwerkerschaft für das Projekt begeistern. Vorstandsmitglied Martin Demmelhuber war jetzt in der Einrichtung, um mit Leiterin Jannine Düding Details des Projekts zu besprechen. „Wir werden das komplette Bad sanieren“, sagte Demmelhuber. Die Aufgaben seien umfangreich. Ausgeführt werden sie von jungen Handwerkern. Damit gibt es ein doppeltes Engagement von Jugendlichen für Jugendliche. Verbunden mit einer überaus positiven Nachricht.

Obwohl „nur“ 600 Euro zur Verfügung stehen, muss die Einrichtung nicht einen Cent der Gesamtkosten von rund 8000 Euro übernehmen. Für Jannine Düding eine ebenso überraschende wie freudige Nachricht. „Die Sanierung ist wirklich nötig. Die Bäder sind hässlich“, sagt die Leiterin. Die Sanierung passe auch inhaltlich zum Konzept der Einrichtung. Schlaf am Zug will den Jugendlichen auch Werte vermitteln wie etwa Sauberkeit. Demmelhuber: „Es ist ein wirklich unterstützenswertes Projekt.“ Das sehen andere Handwerksbetriebe genauso – und engagieren sich. Jetzt sah er sich vor Ort genau um, um die Arbeiten im Detail zu planen. In rund einem Monat werden die jungen Handwerker Hand anlegen. Bis dahin will Jannine Düding mit einer anderen Baustelle möglichst fertig sein. Verschiedene Räume der Einrichtung sollen tapeziert werden. Diese Arbeiten bezahlt der Träger, die Stiftung Overdyck.

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