Hans kehrt heim

Tombrock-Ausstellung

Es ist eine lang ersehnte Premiere: Erstmalig sind die Werke des erfolgreichen Malers Hans Tombrock in seiner Heimatstadt Dortmund zu sehen. Am Sonntag wurde die Ausstellung im Bürgersaal der Bezirksverwaltungsstelle Hörde eröffnet.

HÖRDE

von Von Vanessa Martella

, 14.11.2011, 17:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Bezirksverwaltungsstelle Hörde werden erstmals Werke von Hans Tombock.

In der Bezirksverwaltungsstelle Hörde werden erstmals Werke von Hans Tombock.

Die Werke, die alle dem Fritz-Hüser-Institut gehören, waren bereits in Berlin und Schweden zu sehen. Hanneliese Palm, die Leiterin des Instituts, und Bezirksbürgermeister Manfred Renno waren erfreut über den großen Besucheransturm. „Hörde hat einen großen kulturellen Wandel durchgemacht“, sagt Renno in seiner Rede.  Tombrocks Wanderjahre beginnen, als er fast 30 ist. Seine Bilder aus dieser Zeit zeigen Obdachlose und andere Vagabunden. Vor den Nazis flüchtet er dann ins Schweizer Exil und nach Schweden. Hier lernte Tombrock Bertolt Brecht kennen: Sie wurden nicht nur Freunde sondern arbeiteten auch zusammen – ein wichtiger Punkt in Tombrocks Karriere.

Passend dazu, wurde die Veranstaltung schauspielerisch begleitet. Rainer Kleinespel, Andreas Weißert und Désirée von Delft trugen Gedichte von Brecht vor, die Bezug zu Tombrocks Werken haben. Außerdem spielten sie eine Szene aus „Das Leben des Galiliei“. Brechts Stück spielt für die Ausstellung eine besondere Rolle: 21 Illustrationen, die Tombrock zu dem Werk zeichnete, bilden den dritten und damit größten Teil.  Der vierte Komplex zeigt den Maler an der Hörder Kunsthochschule, die er selbst gründete. Auf den Fotos sieht man den Maler mit seinen Studenten. Lehrstunden gab es auch unter freiem Himmel. Den Abschluss bilden surreale Bilder, etwa eine Vagabundenfamilie in einem düsteren Umfeld. Diese entstanden kurz vor Tombrocks Tod 1966. Die Ausstellung bietet so einen umfangreichen und eindrucksvollen Einblick in das Leben des Künstlers. 

Schlagworte: