Hans Pingel über die Altstadt und den Phoenix-See

Interview

Der 1. Oktober 2010 ist nicht irgendein Freitag – das Datum markiert ein Jahrhundertereignis: Hörde flutet dann den Phoenix-See. Wir sprachen mit dem Vorsitzenden des Aktivkreises der Hörder Altstadt, Hans Pingel (71), über die Erwartungen der Einzelhändler.

HÖRDE

von Von Peter Bandermann

, 12.08.2010, 09:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Keineswegs. Das Zentrum verfügt dann über 60 zusätzliche Parkplätze, einen neuen Supermarkt und Geschäfte mit einem Angebot, das weitere Kunden ins Zentrum führt. Der Hörder Bahnhof ist nach dem Dortmunder Hauptbahnhof der zweitgrößte Nahverkehrsknotenpunkt in der Stadt. Mit dem Neubau können wir diese Position endlich auch nutzen.

Hier erwarten wir eine moderne Stadterneuerung, die das Zentrum optisch aufwertet. Über zwei Jahrzehnte ist hier nicht sehr viel geschehen.

Hier gibt es noch viele von Inhabern geführte Geschäfte mit sehr gutem Service. Das Zentrum besteht aber nicht nur aus Einkaufsmöglichkeiten: In der Hörder Innenstadt gibt es 50 niedergelassene Ärzte – ich wiederhole: 50 –, die für die Infrastruktur sehr wichtig sind.

Der See ist nach einer langen Durststrecke für uns Einzelhändler endlich das Signal für Investoren, nach Hörde zu kommen. In den nächsten Jahren ziehen 2500 Menschen zu uns – das hat Auswirkungen auf Kaufkraft und Branchenmix.

Es muss bei den 3000 Quadratmetern als Maximum bleiben. Ein Gutachter hat bereits festgestellt, dass größere Flächen schädlich sind. Ansonsten sage ich: Das lange Warten und das Aushalten, es hat sich gelohnt. Wir haben die Wirtschaftskrise gut überstanden, es gibt positive Entwicklungen und teilweise brillante Geschäftszahlen – die Impulse, die vom See ausgehen müssen, passen gut in die Zeit.

Sportartikel – das ist besonders wichtig –, Spielwaren, Bücher, Gastronomie und Bootszubehör.

Wer auch immer zwischen Zentrum und See einen Neubau errichtet: Er will damit Geld verdienen. Ich warne vor zusätzlichem Einzelhandel.

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