Harsche Kritik an neuer Rombergparkbrücke

Umwelt- und Fahrradverbände

Ärger am Rombergpark: Die geplante Brückenverbindung mit zwei Teilbrücken von Phoenix-West über die Nortkirchenstraße in den Park stößt auf Widerstand. Sie sei bedeutungslos, sagen Umwelt- und Fahrradverbände. Zumal man im Rombergpark nicht einmal Radfahren dürfe.

HACHENEY

29.04.2016, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Harsche Kritik an neuer Rombergparkbrücke

Der Rombergpark.

Es sind der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD), die die geplante Brückenverbindung ablehnen. „Weil Radfahren im Rombergpark gar nicht erlaubt ist“, wie Werner Blanke, Vorsitzender des ADFC Dortmund, betont. Und weil die Brücken auch für Fußgänger und Nutzer von Bus und Bahn nur von geringer Bedeutung seien.

Vom Phoenix-West-Gelände besteht bereits eine Rad- und Fußwegverbindung über die alte, aufgefrischte Bahnbrücke und die Fußgänger-Bogenbrücke zum Rombergpark.

Eine kleine Rampe 

Für Radfahrer ließe sich hier entlang der bestehenden Treppe zum Rad- und Fußweg Am Segen (und weiter zur Bogenbrücke) „ohne großen Aufwand“, so Blanke, eine kleine Rampe erstellen. Ein entsprechender Antrag des ADFC liege seit vier Jahren vor. Passiert sei nichts.

Besucher des Rombergparks, die mit der U-Bahn anfahren, können den Park laut Ansicht der Verbände am einfachsten durch den Ausgang an der Nortkirchenstraße erreichen - und sind dann gleich am Torhaus im Park, so der VCD-Vorsitzende Redicker.

"Viel umständlicher"

Viel umständlicher wäre es, vom Bahnsteig der U-Bahn mit dem Aufzug erst circa fünf Meter hoch zu fahren, von dort die B 54 über die neue Brücke zu überqueren und sich dann noch über eine voraussichtlich 250 Meter lange, im Zickzackkurs geführte Rampe in den etwa 15 Meter tiefer gelegenen Rombergpark zu begeben. Dieser wird dann auch erst hinter den dort geplanten neuen Gebäuden (Hotel etc.) erreicht

„Kosten und Nutzen stehen hier in keinem Verhältnis zueinander“, kritisiert Redicker und weiß sich im Einklang mit ADFC und BUND. Die Bauwerke dürften etwa 5 Millionen Euro kosten, wovon die Stadt 10 Prozent, also 500.000 Euro, zahlen müsste. Dazu kämen später die Unterhaltungskosten wie der Winterdienst.

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