Hauptkomissarin begeht Selbstmord - Gründe vermutlich Depressionen

Tragödie bei Polizei

Die Trauer und der Schock bei der Polizeistelle Bochum sitzen tief: Eine 55-jährige Kripo-Beamtin hat während ihrer Dienstzeit Selbstmord begangen. Offenbar litt die Hauptkommissarin an Depressionen.

29.05.2011, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Kripo-Beamtin hinterlässt einen Abschiedsbrief, an dem sie mehrere Jahre lang geschrieben hatte. Die Aufzeichnungen weisen darauf hin, dass sie sich in ihrem Job als zu leistungsschwach empfand, hohe Anforderungen an sich selbst hatte, denen sie ihrer Meinung nach nie gerecht werden konnte. Auch wenn sie objektiv stets gute Arbeit machte, wie Kollegen und Führungskräfte berichten.

„Wir haben sehr damit zu kämpfen, es ist für uns alle ein großer Schock“, sagte Polizeisprecher Axel Pütter. Er und seine Kollegen würden sich fragen, ob sie die Anzeichen für den Selbstmord nicht hätten sehen können. Doch nie hätte man der Frau ihre inneren Konflikte angemerkt. Sie wollte keine Hilfe annehmen, weder professioneller noch privater Natur. Das ist ihrem Abschiedsbrief zu entnehmen. Niemand solle sich einen Vorwurf machen, steht hier geschrieben. Für den Freitod sei allein sie verantwortlich.