Haus Wahnfried öffnet endlich wieder

Dass ausgerechnet zum 200. Geburtstag von Richard Wagner im Jahr 2013 sein Bayreuther Haus Wahnfried geschlossen war, hat der Stadt weltweit Häme und Spott eingebracht. Nun aber öffnet das sanierte und erweiterte Richard-Wagner-Museum wieder.

Bayreuth (dpa)

23.07.2015, 09:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Fünf Jahre war das Haus Wahnfried geschlossen. Foto: Nicolas Armer

Fünf Jahre war das Haus Wahnfried geschlossen. Foto: Nicolas Armer

Am 26. Juli, einen Tag nach dem Festspielstart, wird die Eröffnung gefeiert. Festrednerin ist Nike Wagner: Die Komponisten-Urenkelin und Intendantin des Bonner Beethovenfestes gilt seit Jahren als eine der profiliertesten Kritikerinnen des Bayreuther Festspielbetriebs.

Fünf Jahre lang blieb das Haus Wahnfried, das seit den 70er Jahren als Museum genutzt wird, geschlossen. Für rund 20 Millionen Euro ist es gründlich saniert worden, zusätzlich wurde ein Neubau errichtet und das Ausstellungskonzept überarbeitet.

Das «Richard Wagner Museum» präsentiert sich künftig in drei Abschnitten: Im Haus Wahnfried werden Leben und Werk Wagners thematisiert. Das Siegfried-Wagner-Haus nebenan wird erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich sein: Hier widmet sich die Dauerausstellung der engen Verbindung zwischen Bayreuth und der NS-Diktatur und den persönlichen Beziehungen der Familie Wagner zu Adolf Hitler. In dem Neubau schließlich geht es um die Festspiel-Geschichte.

Das Haus Wahnfried wurde am Rande des Bayreuther Hofgartens für die Familie Wagner erbaut, die 1874 dort einzog.

Richard Wagner Museum