Hebammen glauben an Zukunft ihres Berufsstandes

Hilfen rund um Geburt

Jetzt erst recht – die Hebammenpraxis Witten hat sich vergrößert. Trotz finanziell und politisch unsicheren Zeiten haben vier freiberufliche Hebammen sich neue Räume an der Stockumer Straße 1 gesucht. Aufgeben oder aufhören kommt für Pia Tixier, Melanie John, Laura Selle und Jeanne Wierzba nicht in Frage.

von Barbara Zabka

ANNEN

, 14.07.2014, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schon heute liegt die Prämie bei 5000 Euro im Jahr. Doch die Versicherungen wollen die Verträge nicht verlängern. Aber ohne Versicherung darf eine Hebamme nicht arbeiten. Dabei handelt es sich keineswegs um Hausgeburten, sondern um die komplette Vor- und Nachsorge rund um die Geburt. „Geburtsbegleitung machen wir schon lange nicht mehr“ so Pia Tixier. „Wir betreuen die Mütter in der Schwangerschaft und im Wochenbett.“ Die Liste der Aufgaben einer Hebamme ist lang. Geburtsvorbereitung, Schwangerschaftsvorsorge, Stillberatung, Rückbildungsgymnastik, Babymassage, Wochenbettbetreuung und noch vieles mehr.

„Darauf wird man nie verzichten können. Wir begleiten die kleine Familie bei den ersten Schritten ins Leben“, so Pia Tixier weiter. „Seit es keine Großfamilien mehr gibt, sind die Frauen auf sich allein gestellt.“ Die Kosten werden von jeder Krankenkasse übernommen. Die Praxisräume sind hell und freundlich. Nichts erinnert mehr an den alten Friseursalon Conrad. Neue Wände, neuer Boden, neue Heizung. Insgesamt 120 Quadratmeter groß. Der große Kursraum lädt zum Verweilen und zur Bewegung ein.

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