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Lieder, die bewegen und mitreißen

Heek Das ist schon mehr als Musikvermittlung, das ist Musik-Entertainment auf beschwingende und nicht zwingende Art.

12.11.2007

Lieder, die bewegen und mitreißen

<p>Rudolf F. Nauhauser ließ sein Saxophon "singen" und begleitete den Chor. Meisel-Kemper</p>

Der Ahauser Chor "Gospeltrain" trug dieses Gefühl in das Publikum bei seinem Konzert in der St. Ludgerus-Kirche in Heek. Gern ließ sich das Publikum in der halb vollen Kirche davon anstecken, nicht nur um sich aufzuwärmen, wie Chorleiter Albert Göken scherzhaft meinte.

Die eigentliche Idee, die hinter dem Auftritt stand, war caritativer Art. Eingeladen hatte der Verein "Frauen für Frauen". Der Erlös aus dem Konzert wird durch die Bethe-Stiftung verdoppelt und fließt in die Arbeit des Vereins, der zusammen mit der Frauenberatungsstelle und dem Frauennotruf Frauen in verschiedenen Lebensbereichen und Notsituationen unterstützt (Münsterland Zeitung berichtete). Pfarrer Josef Leyer begrüßte nicht nur das Publikum und die Musiker, sondern auch die Idee.

Nach nachdenklich stimmenden Worten hatte die bewegte und bewegende Musik absoluten Vorrang. Mit dabei war der Kölner Saxophonist Rudolf F. Nauhauser, der schon häufig mit dem "Gospeltrain" zusammen begeisterte. Er sorgte für die passende jazzige Note, während der Chor recht schnell in Schwung kam.

Mit dem Gospelklassiker "Hey Man" betraten sie das Kirchenschiff vom Portal und rahmten das Publikum gleich zur Begrüßung ein. Der physischen Bewegung des Chores vom Eingang bis in den Altarraum folgte die musikalische Bewegung, die sich dank der Mobilität und des Temperaments von Göken sehr schnell ins Publikum ausbreitete.

Publikum als Instrument

Mit weiteren Klassikern wie "The lion sleeps tonight" machte er die amüsierten Zuhörer zum klangvollen "Percussioninstrument" durch Aufstampfen oder bestimmte Lautgebung. "Come and go" war ein passendes Stück, in dem sich die instrumentale Solostimme des Saxophons profilierte. Klangvoll interpretierte Nauhauser weitere Titel wie "Down by the riverside", während der Chor ebenso beschwingt und virtuos jeden Titel mehrstimmig und raumfüllend intonierte.

Einer von vielen weiteren akustischen Genüssen war Eric Claptons "Tears in heaven", in dem Göken als Solosänger die angemessene innere Bewegtheit in den Raum zauberte. Denn dieses Lied, so Göken, entstand nach dem Tod des Sohns von Clapton. emk

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