Heimkehren

Yaa Gyasi

Zwei Schwestern, die im 18. Jahrhundert in Ghana geboren werden. Zwei Leben, die nicht unterschiedlicher verlaufen könnten: Effia wird mit einem Engländer verheiratet, der mit dem Sklavenhandel reich wird. Esi wird als Sklavin nach Amerika verkauft.

10.10.2017, 13:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Schicksal der Schwestern prägt das Leben ihrer Nachfahren – bis in die heutige Zeit.

Autorin Yaa Gyasi wurde 1989 in Ghana geboren, wuchs dann aber in den USA auf. In „Heimkehren“ schildert sie über sieben Generationen hinweg, wie sich die beiden Familienzweige entwickeln. In Afrika als Opfer oder Profiteure des Sklavenhandels. In den USA als Sklaven auf den Plantagen der Südstaaten, als Zwangsarbeiter in Kohleminen oder als Junkies in Harlems Drogenhäusern.

Zwei Kapitel widmet Gyasi jeweils den Nachfahren einer Generation – eines den Nachkommen in Amerika, eines den in Ghana. Erzählerisch fesselnd, sodass man sich oft wünscht, den jeweiligen Protagonisten noch länger begleiten zu dürfen.

Ein komplexer Roman mit bewegenden Schicksalen – und einem versöhnlichen Ende.

Yaa Gyasi: Heimkehren, 416 S., Dumont, 22 Euro, ISBN 978-3-8321-9838-1 .