Heimspiel für das Dreigestirn im Bochumer Südwesten

Lindener Karneval

Langsam tickt der närrische Countdown herunter. Nur noch ein paar Tage sind es bis zum Sessionshöhepunkt. In der heimlichen Karnevalshochburg Linden gab es am Samstagabend für die Narren kein Halten mehr.

BOCHUM

23.02.2014, 16:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimspiel für das Dreigestirn im Bochumer Südwesten

Das Bochumer Dreigestirn ist wieder zurück in seiner Heimat.

Hochstimmung war angesagt und ein prall gefülltes Programm wartete auf die närrischen Gäste. Aber Linden wäre nicht Linden, wenn sich das Programm nicht von vielen anderen abheben würde. Denn statt „zugekaufter“ Künstler, Redner und Sänger setzt die Kolpingsfamilie fast ausnahmslos auf Eigengewächse. „Und darauf sind wir besonders stolz“, sagte Vorsitzender Peter Gellermann, der auch den kompletten Abend in seiner bekannt charmanten und witzigen Art moderierte. Die Karnevalsbegeisterung der Lindener Kolpingsfamilie ist in diesem Punkt nahezu legendär. Und da es den Kolpings einzig an einer eigenen Tanzgarde mangelt, sorgten die flotten Tanzmariechen der Tanzsportgarde Eppendorf direkt zu Beginn für karnevalistischen Frohsinn.

Mit Ulrich Kessler, evangelischer Pfarrer a.D. stand wenig später eine Ikone des Lindener Karnevals in der Bütt. „Dort von den Protestanten komm ich her…..“ das Zwerchfell wurde auf eine harte Probe gestellt und die Lachmuskeln ökumenisch ordentlich durchtrainiert. Dass das Bochumer Dreigestirn äußerst musikalisch ist, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. In Linden hatte Prinz Heinz dann sogar einen eigenen Programmpunkt. Die „Hits mit Heinz“ heizten den jecken Zuschauern, die teils bunt und farbenfroh kostümiert zur Prunksitzung erschienen waren, mächtig ein. Mit Theo Floren und seinen „Tagesthemen“ kam auch das große und kleine Weltgeschehen nicht zu kurz.

Auch die Jungfrau des Dreigestirns, Thomasine I. (Thomas Bausen) konnte auf der Bühne eigens etwas zum Besten geben und nahm dabei die männliche Spezies aufs Korn. Ob Thekensänger, Oldies, Play Boys oder die jungen Tenöre; die Prunksitzung der Kolpingsfamilie Linden, ein paar Tage vor Beginn des Straßenkarnevals, ist Kult. 

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