Heiße Phase beginnt nun nicht nur für Kandidaten

Wahl des Oberbürgermeisters

Sieben Kandidaten wollen im September um das Amt des Oberbürgermeisters antreten – doch offiziell gemeldet ist bis jetzt lediglich einer: Wolfgang Wendland. Das bestätigt jetzt die Stadt. Für die noch nicht gemeldeten Kandidaten ist das jedoch noch kein Grund zur Panik. Sie haben dafür noch Zeit bis zum 27. Juli, Punkt 18 Uhr.

BOCHUM

, 31.03.2015, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

„So eine Wahl haben wir zum ersten Mal“, sagt Stefan Heimrath vom Büro für Angelegenheiten des Rates und der Oberbürgermeisterin. Bisher wurde das oberste Amt dieser Stadt immer zusammen mit dem Rat gewählt – doch dieses Mal ist alles anders: Wenn die Bochumer Bürger am 13. September zur Urne schreiten, werden sie nur den neuen Oberbürgermeister wählen.

Dabei haben sie – nach aktuellem Stand – die Wahl aus inzwischen sieben Politikern. Nachdem sich in der letzten Woche bereits die AfD auf ihren Kandidaten Wolf-Dieter Liese einigte, zog am Wochenende die Links-Partei nach und stellte mit Horst Hohmeier ebenfalls einen eigenen Kandidaten auf.

Stichwahl wird vorbereitet

Wer von ihnen im ersten Wahlgang siegen will, muss mindestens 50 Prozent der Stimmen erhalten. Gelingt das keinem, wird es am 27. September zu einer Stichwahl kommen. Für Heimrath und sein Team, das sich derzeit um die Organisation der Wahl kümmert, bedeutet das nun arbeitsreiche Monate.

Auch weil es einzelne Veränderungen gibt. Zwar sind die Kommunalwahlbezirke festgelegt und können nicht verändert werden, aber „die Stimmbezirke werden angepasst“, sagt Heimrath. Grund dafür sind teilweise geänderte Nutzungen der bisher genutzten Räumlichkeiten wie Schulen und Restaurants als Wahllokale. In den Tagen nach Ostern soll jedoch die Liste mit den Wahllokalen vorliegen.

Anders verhält es sich mit den Wahlhelfern: Derzeit sucht die Stadt noch rund 1000 Helfer für die Urnen- und 200 für die Briefwahl. Die Arbeit, die jeder Wahlberechtigte übernehmen kann, wird finanziell vergütet. Zwischen 20 und 40 Euro gibt es für die Mitarbeit bei Überprüfung und Auszählung.

Wer Wahlhelfer werden will, soll sich unter Tel. (0234) 910 50 46 oder -50 56 melden. Die Gesamtkosten für die Wahl betragen etwa rund 500.000 Euro. Die Amtszeit von Ottilie Scholz endet am 20. Oktober um 20.15 Uhr. Wahlleiter ist Stadtdirektor Michael Townsend. Bei dieser Wahl gibt es 248 Wahllokale. Zur Wahl stellen wollen sich: Thomas Eiskirch (SPD), Jens Lücking (Freie Bürger), Monika Engel (Grüne), Wolfgang Wendland (parteilos), Klaus Franz (CDU), Horst Hohmeier (Linke) und Wolf-Dieter Liese (AfD).

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