Hengsteysee: Radfahrer überrollt Dreijährige

Polizei sucht Unfallflüchtigen

Ein dreijähriges Mädchen ist am Hengsteysee von einem Radfahrer angefahren und schwer verletzt worden. Als die Mutter des Mädchens den Radfahrer aufforderte weiterzufahren, tat er das auch. Jetzt sucht die Polizei nach Zeugen für die Unfallflucht und nach dem Radfahrer.

Syburg

, 21.06.2017, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hengsteysee: Radfahrer überrollt Dreijährige

Am Fuße der Burgruine Hohensyburg in Dortmund liegt der Hengsteysee, in dem Ruhr und Lenne zusammenfließen. Auf dem See fahren das Rundfahrtschiff "Freiherr vom Stein", Tret- und Ruderboote sowie einige sportliche Stand-Up Paddler. Um den See herum führt ein etwa 6,5 km langer Fuß- und Radweg.

Wie Polizei erst jetzt mitteilte, ereignete sich der Unfall am 11. Juni gegen 15.25 Uhr an der Schiffsanlegestelle "Lenne Mündung" in Syburg. Dort wartete die Dreijährige mit ihrer Familie und weiteren Fahrgästen auf dem Fuß- und Radweg auf ein Schiff.

Als das kleine Mädchen zwei Schritte zur Seite machte, wurde es von einem Radfahrer erfasst. Laut Polizeibericht wurde das Mädchen zu Boden geschleudert und vom Vorderrad teilweise überrollt.

Aufgefordert, weiterzufahren

Direkt nach dem Unfall forderte die Mutter der Dreijährigen den Radfahrer auf, weiterzufahren. Warum die Mutter so reagierte, weiß die Polizei nicht. Der Radfahrer stand wohl sichtlich unter Schock, fuhr dann aber tatsächlich weiter.

Die Dreijährige musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden und wird laut Angaben der Polizei noch immer dort behandelt.

Zeugen gesucht

Die Familie des Mädchens hat laut Polizei erst kürzlich Anzeige gegen den Radfahrer erstattet. Deshalb sucht die Polizei auch jetzt erst nach dem Unfallverursacher und nach weiteren Zeugen.

Zeugen beschreiben den Radfahrer als etwa 48 bis 53 Jahre alt, 180 cm groß und leicht korpulent. Er hatte braune kurze Haare und eine leichte Glatze, er trug beige-bräunliche Freizeitkleidung. Der Mann fuhr ein älteres, dunkles Cityrad.

Die Polizei bittet weitere Unfallzeugen und insbesondere den mutmaßlichen Verursacher, sich unter der Rufnummer 0231/132 4223 zu melden.

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