Herbeder bleiben ihrem Zentrum treu

Gutachten

Die Herbeder gehen kaum fremd. Der große neue Edeka-Markt im benachbarten Heven und Rewe im Hammertal üben auf sie keinen besonderen Reiz aus. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten zur Entwicklung der Kundenströme in Herbede, für das stichprobenartig Herbeder Bürger befragt wurden.

HERBEDE

von Von Beatrice Haddenhorst

, 15.09.2011, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit  der Meesmannstraße als Stadtteilzentrum sind die Herbeder sehr zufrieden - nicht nur, wenn wie hier das Herbeder Volksfest lockt.

Mit der Meesmannstraße als Stadtteilzentrum sind die Herbeder sehr zufrieden - nicht nur, wenn wie hier das Herbeder Volksfest lockt.

Das ist die Essenz des vom Einzelhandelsverband in Auftrag gegebenen und auch von der Stadtverwaltung mit Spannung erwarteten Gutachtens zur Entwicklung der Kundenströme in Herbede. Dass dem Ortsteil die per Moratorium ausgeschlossene aber immer wieder diskutierte Ansiedlung eines großen Supermarktes im Gerberviertel gut tun könnte, davon ist im Gutachten überhaupt keine Rede. Grundlage des Gutachtens sind stichprobenartige Umfragen unter 140 Herbeder Bürgern. Unter anderem stellen die Gutachter fest: › die Einkaufshäufigkeit in Herbede ist als hoch bis sehr hoch einzuschätzen › eine deutliche Verlagerung der Kaufkraft an Standorte außerhalb des Stadtteils findet nicht statt › Die Kopplungshäufigkeit zwischen Einkäufen und einem Arztbesuch lassen Impulse für das Umfeld erwarten

Mit dem letzten Punkt sprechen die Gutachter das Medizinzentrum im alten Herbeder Rathaus an. Durch die Nutzung dieser Einrichtung seien steigende Besucherzahlen auch für das Herbeder Zentrum zu erwarten. Deshalb, so der Rat der Experten, sollte der fußläufige Zugang vom Medizinzentrum über die Wittener Straße zum Ortskern attraktiv gestaltet werden. Für die Zukunft sei „von einer guten Wettbewerbsposition des Nebenzentrums“ Herbede auszugehen. Die Kaufkraft im Lebensmittelbereich lasse für die großen Magnetbetriebe keinen unmittelbaren Handlungsbedarf erkennen, wenn eine Modernisierung grundsätzlich und eine Vergrößerung der Verkaufsflächen langfristig wünschenswert erscheine.

Mit konkreten Vorschlägen zur Stabilisierung und Verbesserung der Einzelhandelssituation in Herbede endet schließlich das Gutachten: › deutlichere Präsentation der Parkflächen › bessere Beschilderung der Zufahrt zum Edeka-Markt › mehr Sichtbarkeit der Geschäfte von der Wittener Straße aus