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LKW-Unfall auf der A1: Fahrer wohl unter Drogen

Teilsperrung bis in den Abend

Ein LKW, der 900 Puten transportierte, ist in der Nacht zu Montag auf der Autobahn 1 kurz vor Ascheberg von der Fahrbahn abgekommen. Wegen der lebendigen Ladung gestaltet sich die Bergung schwierig. Tierärzte wurden zur Unfallstelle gerufen, viele der Puten sind tot. Beim Fahrer wurden inzwischen Drogen gefunden.

ASCHEBERG/WERNE

, 16.11.2015 / Lesedauer: 4 min
LKW-Unfall auf der A1: Fahrer wohl unter Drogen

Es bildeten sich lange Staus, zeitweise wegen eines Auffahrunfalls auch auf der Gegenfahrbahn. Links sind die beiden Abschleppfahrzeuge zu sehen.

Der gestrige schwere Unfall auf der A1 hatte zu einer langen Sperrung geführt. Erst gegen 21 Uhr waren wieder beide Fahrstreifen befahrbar. Aufgrund der Lebendladung gestaltete sich die Räumung besonders schwierig. 900 Puten hatte der LKW geladen. Über die Zahl der toten Tiere konnten auch heute weder Polizei noch der Geflügeltransport-Betrieb Angaben machen. 

Gestern 18.20 Uhr:

Die Teilsperrung der A1 in Richtung Bremen wird noch mindestens bis 21 Uhr andauern. Die Bergungsarbeiten gestalten sich als komplizierter als erwartet. Die große Zahl der Puten stellt die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen.

Die Transportboxen der Tiere sind durch den Unfall derart verbogen, dass sie nicht mehr gestapelt werden können. Das verzögert den Abtransport. Zudem versuchen die Einsatzkräfte möglichst behutsam vorzugehen, um so viele Tiere wie möglich zu retten.

Gestern 15.15 Uhr:

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Unfall eines Tiertransporters auf der A1

In der Nacht zu Montag ist auf der A1 zwischen Werne und Herbern ein Tiertransporter von der Fahrbahn in Richtung Bremen abgekommen. Die Bergung gestaltete sich wegen der 900 geladenen Puten als schwierig, auch im Berufsverkehr staute sich der Verkehr in beiden Richtungen. In Fahrtrichtung Köln kam es zudem zu einem Auffahrunfall.
16.11.2015
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Die Aufräumarbeiten und das Wegschaffen der toten Tiere dauert bis in die Abendstunden. Hier der Blick aus Richtung Osten auf die Autobahn. Die grüne Wand sind die mobilien Sichtschutzwände.© Foto: Jörg Heckenkamp
Käfige stehen in der Nähe des Unfallortes, wohl um lebende Puten aufzunehmen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Aufräumarbeiten und das Wegschaffen der toten Tiere dauert bis in die Abendstunden. Hier der Blick aus Richtung Osten auf die Autobahn. Die grüne Wand sind die mobilien Sichtschutzwände.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Aufräumarbeiten und das Wegschaffen der toten Tiere dauert bis in die Abendstunden. Hier der Blick aus Richtung Osten auf die Autobahn. Die grüne Wand sind die mobilien Sichtschutzwände.© Foto: Jörg Heckenkamp
Schemenhaft ist die geborgene verunglückte Zugmaschine zu sehen, die hinter einem großen Abschleppwagen hängt.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Aufräumarbeiten und das Wegschaffen der toten Tiere dauert bis in die Abendstunden. Hier der Blick aus Richtung Osten auf die Autobahn. Die grüne Wand sind die mobilien Sichtschutzwände.© Foto: Jörg Heckenkamp
Der LKW ist in der Nacht zu Montag bei Ascheberg von der A1 abgekommen und im Graben gelandet. Der Fahrer stand wohl unter Drogen.© Foto: Polizei Münster
Es bildeten sich lange Staus, zeitweise wegen eines Auffahrunfalls auch auf der Gegenfahrbahn.© Foto: Jörg Heckenkamp
Ein LKW mit 900 Puten verunglückte in der Nacht zu Montag auf der A1. Die Bergung dauerte bis zum nächsten Mittag.© Foto: Jörg Heckenkamp
Es bildeten sich lange Staus, zeitweise wegen eines Auffahrunfalls auch auf der Gegenfahrbahn.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Bergung des LKW mit 900 Puten an der A1 bei Herbern gestaltet sich aufwendig und sorgte auch im Berufsverkehr noch für Behinderungen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Es bildeten sich lange Staus, zeitweise wegen eines Auffahrunfalls auch auf der Gegenfahrbahn. Links sind die beiden Abschleppfahrzeuge zu sehen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Bergung des LKW mit 900 Puten an der A1 bei Herbern gestaltet sich aufwendig und sorgte auch im Berufsverkehr noch für Behinderungen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Bergung des LKW mit 900 Puten an der A1 bei Herbern gestaltet sich aufwendig und sorgte auch im Berufsverkehr noch für Behinderungen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Bergung des LKW mit 900 Puten an der A1 bei Herbern gestaltet sich aufwendig und sorgte auch im Berufsverkehr noch für Behinderungen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Bergung des LKW mit 900 Puten an der A1 bei Herbern gestaltet sich aufwendig und sorgte auch im Berufsverkehr noch für Behinderungen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Bergung des LKW mit 900 Puten an der A1 bei Herbern gestaltet sich aufwendig und sorgte auch im Berufsverkehr noch für Behinderungen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Bergung des LKW mit 900 Puten an der A1 bei Herbern gestaltet sich aufwendig und sorgte auch im Berufsverkehr noch für Behinderungen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Die Bergung des LKW mit 900 Puten an der A1 bei Herbern gestaltet sich aufwendig und sorgte auch im Berufsverkehr noch für Behinderungen.© Foto: Jörg Heckenkamp
Schlagworte Herbern

Die Zugmaschine des LKW ist an der A1 bei Ascheberg inzwischen geborgen worden. Der rechte Fahrstreifen in Richtung Bremen bleibt aber mindestens noch bis 18 Uhr gesperrt.

Ungewiss ist noch, was mit den vielen Puten geschieht, die den Unfall überlebt haben. Ein Tierarzt ist vor Ort und begutachtet jedes Tier einzeln, um zu entscheiden, ob es aufgrund des erlittenen Stresses und möglicher Verletzungen noch vor Ort getötet werden muss oder nicht.

Gestern 14.25 Uhr:

Der rechte Fahrstreifen der A1 in Richtung Bremen bei Ascheberg bleibt wohl bis zum Abend gesperrt. Die Bergung des LKW gestaltet sich laut Polizei schwieriger als zunächst angenommen. Ein Abschleppunternehmen hat das Fahrzeug inzwischen aber aus dem Graben neben der Autobahn geborgen. 

Bei dem 58 Jahre alten Fahrer des LKW hat die Polizei Drogen gefunden. Bei dem Unfall hatte er sich leicht verletzt. Ein Vortest ergab, dass er Drogen genommen hatte, ehe er sich ins Führerhaus des LKW gesetzt hat. 

Viele Tiere sind tot

Wie es um die 900 Puten, die der Fahrer geladen hatte, steht, ist noch ungewiss: Viele der Tiere sind schon beim Unfall verendet. Die Polizei hat Sichtschutzwände aufgestellt, damit andere Autofahrer von der Bergungsaktion nicht abgelenkt werden.

Der Verkehr staut sich weiterhin, Ortskundige werden gebeten, die Unfallstelle zu umfahren.

So berichteten wir bislang:

Noch mindestens bis 14 Uhr dauert die Bergung eines Unfall-LKW auf der A1 in Fahrtrichtung Bremen an. Der Laster hat 900 Puten geladen, von denen eine bislang unbekannte Zahl getötet worden ist.  Die Unfallursache ist noch unklar.

Den Anhänger konnten die Rettungskräfte mittlerweile aufrichten, sagt Polizeisprecher Andreas Bode aus Münster: „Ein Teil der Tiere wurde getötet, andere werden umgeladen.“ Derzeit versucht ein großer Autokran, die Zugmaschine mit den restlichen Tieren aus dem Graben aufzurichten. Bode: „Es handelt sich wegen der Tiere um eine komplizierte Bergung.“

Sie dürfte noch bis 14 Uhr andauern, ein Fahrstreifen der A1 Richtung Bremen ist weiterhin gesperrt, es kommt zu einem Stau von aktuell rund drei Kilometer Länge.

Der LKW eine Geflügeltransportfirma aus Emstek war in der Nacht zu Montag auf der A1 Richtung Bremen unterwegs. Kurz hinter der Stadtgrenze von Werne zu Ascheberg-Herbern, etwa in Höhe der ehemaligen Gastwirtschaft Zum Letzten Wolf, kam er gegen 0.30 Uhr auf gerader Strecke nach rechts von der Fahrbahn an.

Auffahrunfall auf der Gegenfahrbahn

„Er fuhr etwa 50 Meter Leitplanke um und landete dann im Straßengraben“, so Polizeisprecher Bode. Für die Bergung des Fahrzeuges wurde der rechte Fahrstreifen gesperrt. Es kam im Berufsverkehr zu kilometerlangen Staus - zwischenzeitlich auch in der Gegenrichtung, weil sich gegen 9.45 Uhr in Höhe der Unfallstelle ein Auffahrunfall ereignete.

Ob es sich um einen sogenannten Gaffer-Unfall handelte, ist nicht klar. „Wir haben die mobilen Sichtschutzwände aufgestellt, sodass nichts zu sehen war“, sagt Andreas Bode. Nichtsdestotrotz könnte ein neugieriger Autofahrer den Unfall verursacht haben.

Tierarzt war vor Ort

Die Bergung gestaltet sich wegen der lebenden Fracht schwierig. Ein Veterinär war vor Ort. Ob die Tiere in der Zugmaschine lebend geborgen werden können oder aufgrund des Stresses getötet werden müssen, ist zurzeit unklar. Ursprünglich sollte die Sperrung der Autobahn gegen 12 Uhr beendet sein, nun geht die Polizei von zwei weiteren Stunden aus.

 

Lkw Unfall auf der A1 zwischen Werne und Herbern.

Ein von Ruhr Nachrichten (@rnlive) gepostetes Video am 16. Nov 2015 um 1:04 Uhr

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