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Mohammed El Gharrafi (35) übernimmt die Sozialarbeit im Ascheberger Flüchtlingsheim

Ascheberger Flüchtlingsunterkunft

Verstärkung für die Flüchtlingsunterkunft. Der Sozialarbeiter und studierte Sozialanthropologe Mohammed El Gharrafi kümmert sich seit Jahresbeginn um die Asyl- und Flüchtlingsbetreuung.

von Julian Reimann

Ascheberg

, 12.01.2019
Mohammed El Gharrafi (35) übernimmt die Sozialarbeit im Ascheberger Flüchtlingsheim

Mohammed El Gharrafi (v. l.) übernimmt die Sozialarbeit in der Ascheberger Flüchtlingsunterkunft, bei der ihn Yasmin Horow (r.) unterstützt. Dahinter (von links): Dr. Bert Risthaus, Monika Franzmann (Jugendhilfe Werne) und Thomas Stohldreier. © Julian Reimann

Insgesamt zwei Jahre lang betreute Lars Steinbring während seines Studiums sowie im Anschluss daran die Sozialarbeit in der Ascheberger Flüchtlingsunterkunft. Nach seinem Wechsel an eine Grundschule in Herdecke übernimmt nun Mohammed El Gharrafi (35) die Betreuung der Asylbewerber und Flüchtlinge.

„Wir sind froh, dass wir jemanden mit seinen Qualifikationen und Erfahrungen gefunden haben“, berichtet Thomas Stohldreier, seit Ende letzten Jahres neuer Fachbereichsleiter für Ordnung und Soziales. Auch Bürgermeister Dr. Bert Risthaus ist voll des Lobes für den neu eingestellten Sozialarbeiter. „Seine speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten werden uns weiterbringen“, ist er sich sicher.

Erfahrungen durch die Arbeit in einer Flüchtlingsunterkunft in Münster

El Gharrafi, der gebürtig aus Marokko stammt und im Rahmen seines Studiums nach Deutschland kam, hat die Probleme und Schwierigkeiten, die Zuwanderer haben können, am eigenen Leib erfahren. Gerade Sprachschwierigkeiten und kulturelle sowie strukturelle Unterschiede, beispielsweise bei den Behörden, erfordern oftmals Hilfestellungen.

Daher hat El Gharrafi seit 2016 eine Flüchtlingsunterkunft in Münster unterstützt und den dort lebenden Menschen geholfen, ihren Alltag in Deutschland zu meistern. Als Honorarkraft arbeitete er in den Bereichen Integration sowie Kinder- und Jugendarbeit.

Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe

„Hilfestellungen bei der Bewerkstelligung der Alltagsarbeiten sind gerade für Flüchtlinge, die noch nicht lange in Deutschland leben, wichtig“, erklärt El Gharrafi. Daher umfassen seine neuen Aufgaben in Ascheberg alles, was sich unter dem Schlagwort „Hilfe zur Selbsthilfe“ zusammenfassen lässt.

Gemeinsam mit der Sozialassistentin Yasmin Horow hilft er Flüchtlingsfamilien beispielsweise bei der Wohnungssuche oder der Anmeldung der Kinder in Kindertageseinrichtungen oder Schulen. Zudem unterstützt er die Flüchtlinge bei der Integration in die Gesellschaft, indem er sie zu Sportvereinen oder gesellschaftlichen Veranstaltungen begleitet.

Unterstützung der Flüchtlinge von Beginn an

Egal, ob verhältnismäßig einfache Behördengänge, Unterstützung beim Spracherwerb oder Eingliederung in den Arbeitsmarkt - die Unterstützungsarbeit hat vor allem das Ziel, die Flüchtlinge in die Gesellschaft zu integrieren und es ihnen zu ermöglichen, selbstständig zu agieren.

„Diese Art von Sozialarbeit, die wir leisten, ist den meisten Menschen, die bei uns ankommen, neu“, erklärt El Gharrafi. Sozialarbeit in dieser Form gebe es nämlich in vielen Ländern nicht. Daher sei es auch wichtig, den Flüchtlingen und Asylbewerbern zu verdeutlichen, dass sie bei allem von Beginn an Unterstützung erhalten.

Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlichen Helfern

Derzeit leben 282 Flüchtlinge in der Gemeinde Ascheberg. 134 von ihnen sind als Asylbewerber oder Flüchtlinge anerkannt und nehmen die Unterstützung der Sozialarbeit in der Unterkunft in Anspruch. Daher sind Stohldreier und Risthaus froh, neben den Erfahrungen von El Gharrafi auch auf die Mithilfe vieler Ehrenamtler zurückgreifen zu können.

Der von der Jugendhilfe Werne zum 1. Januar 2019 eingestellte El Gharaffi soll sich in den kommenden Tagen und Wochen in die Strukturen und Arbeitsweisen einarbeiten. Im Anschluss erhofft er sich, eigene Vorstellungen und Gedanken einfließen zu lassen, um den Flüchtlingen den Einstieg in das Leben in Deutschland so einfach wie möglich zu gestalten.

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