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Sammler hoffen auf geöffnete Türen

DAVENSBERG „Türen öffnen“ lautet das Motto der diesjährigen Adventssammlung von Caritas und Diakonie in Nordrhein-Westfalen. Vom 24. November bis zum 15. Dezember sind die ehrenamtlichen Sammler der Caritas-Verbände der Gemeinde auch wieder in Herbern, Ascheberg und Davenberg unterwegs.

von Von Bettina Nitsche

, 22.11.2007
Sammler hoffen auf geöffnete Türen

Einmal im Jahr treffen sich die Caritasgruppen der Gemeinde zu einem Erfahrungsaustausch.

„Das Geld bleibt in der Gemeinde“, betonte Herberns Pastoralreferentin Christel Behrendt am Mittwochabend im Davensberger Pfarrheim. Dort fand der jährliche Austausch der drei Caritasgruppen der Gemeinde statt. Und die anstehende Adventssammlung war gleich ein Gesprächsthema.

Sammler fehlen

 Es fehlt nämlich an Sammlern. Nicht nur in Davensberg, vor allem auch in Herbern. Dies sei auch eine Aufgabe für Jüngere. Denn zur Zeit seien in den Ortschaften fast nur ältere Sammler unterwegs. „Ich kann verstehen, wenn die mit 70 Jahren dann sagen, ich kann es nicht mehr“, so Maria Högemann, Vorsitzende des Caritas-Verband Davensberg.

Die Gelder aus der Adventssammlung sind für Familien in Not bestimmt. „Aber es werden auch andere Einrichtungen wie die ÜBMs, das Motopädagogische Turnen, eine Therapieform für verhaltensgestörte Kinder, oder auch das Mutter-Kind-Turnen unterstützt,“ erklärte Christel Behrendt.

Strukturwandel

Das Fehlen ehrenamtlicher Mitarbeiter jedoch, ist ein generelles Problem, kristallisierte sich im Laufe des Abends heraus. In Herbern werden beispielsweise händeringend Ehrenamtliche für den Altenheimbesuchsdienst gesucht. Einen kleinen Lichtblick scheine es zu geben, so Behrendt. Denn viele Jugendliche aus der Firmvorbereitung haben Interesse bekundet. Die Krankenhausbesuchsdienst laufen in allen Ortsteilen problemlos.

Hospizdienstarbeit nur in Ascheberg

Auf großes Interesse stieß die Hospizarbeit, die nur in Ascheberg praktiziert wird. Die Vorsitzende der Aschebeger Caritas Gruppe, Gudrun Welzel, erzählte einiges über die Arbeit. In allen Gemeindeteilen, so das Resultat der Gesprächsrunde, sei das Problem mit bedürftigen Ausländern besser geworden. Hier kamen auch unerfreuliche kleine Geschichten auf den Tisch.

 „Manchmal muss man auch skeptisch sein“, hatte auch Pastor Alfons Homölle nicht nur beste Erfahrungen gemacht. „Wenn jemand jedoch wirklich in Not ist helfen wir gerne“. Weitere Themen waren an diesem Abend der Strukturwandel innerhalb der Gesellschaft und das Thema Zeit. Denn Zeit haben für andere ist das Motto der Caritas. Und manchmal zählt dann eben der Wille. Nun hoffen die Gruppen vor allem darauf, dass sich einige Bürger vielleicht die Zeit nehmen, um bei der Adventssammlung zu helfen. 

Helfer willkommen

 Wer Interesse hat, den Altenheimbesuchsdienst zu unterstützen, kann sich bei Gisela Langerak, Tel. (0 25 99) 73 14 melden.

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