Herrenloser Anhänger zerstörte Autos

Prozess

Es war eine Spur der Verwüstung: Vor zwei Jahren rollte in Witten-Bommern ein herrenloser Anhänger eine steile Straße hinab, zerstörte Autos, einen Garten und eine Hauswand. Wie sich später herausstellte, war der tonnenschwere Anhänger vorher aus Spaß abgekoppelt worden. Seit Mittwoch wird den drei mutmaßlichen Tätern der Prozess gemacht.

BOCHUM/WITTEN

von Von Jörn Hartwich

, 16.11.2011, 13:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der 31-Jährige hat zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt. Er gibt zu, einen zehnjährigen Jungen vor zwei Jahren aus einer Jugendherberge in Rheine entführt zu haben.

Der 31-Jährige hat zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt. Er gibt zu, einen zehnjährigen Jungen vor zwei Jahren aus einer Jugendherberge in Rheine entführt zu haben.

Kurz darauf setzten sich drei Autos und ein Motorradfahrer in Bewegung. Die Fahrt ging zur „Alte Straße“. Dort stand ein 1,4 Tonnen schwerer Anhänger, angekoppelt an einen Geländewagen. Er wurde gelöst, rollte dann die abschüssige Straße hinab. Zwei Autos und eine Hauswand wurden beschädigt. Schaden insgesamt: über 30.000 Euro. Wer die Täter waren, ist noch unklar. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die drei 17 bis 24 Jahre alten Angeklagten. Doch die haben zum Prozessauftakt jegliche Beteiligung bestritten. Der eigentliche Täter soll ein Bekannter sein, der noch nicht angeklagt ist. Der Prozess wird fortgesetzt.