Hervorragendes Wasser in NRW-Badeseen

Bericht der EU-Umweltagentur

Wasserratten müssen in Nordrhein-Westfalens Badeseen kaum unangenehme Überraschungen befürchten. Die Wasserqualität ist laut EU-Bericht ausgezeichnet. Welche Badeseen das sind, sehen Sie auch in unserer Übersichtskarte.

DÜSSELDORF/KOPENHAGEN

26.04.2017, 17:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gute Nachrichten so kurz vor dem Sommer: Die Wasserqualität in den Badeseen Nordrhein-Westfalens ist hervorragend.

Gute Nachrichten so kurz vor dem Sommer: Die Wasserqualität in den Badeseen Nordrhein-Westfalens ist hervorragend.

Badeseen in Nordrhein-Westfalen haben eine hervorragende Wasserqualität. Das geht aus dem jüngsten Badegewässerreport der Europäischen Umweltagentur EUA hervor, der am Mittwoch in Kopenhagen veröffentlicht wurde. Allerdings beziehen sich die Daten auf die Badesaison vom Vorjahr.

106 Seen in NRW bewertet

In Nordrhein-Westfalens Seen sei die Wasserqualität nach EU-Standards fast durchgehend „ausgezeichnet“, heißt es in dem Bericht. Von 112 in Nordrhein-Westfalen gelisteten Seen hat die Agentur 106 bewertet. Nur drei Gewässer wurden etwas schlechter bewertet. Die Note „gut“ erhielten der Elfrather See bei Krefeld und das Naturfreibad Bettenkamper Meer bei Moers. Der Rotter-See bei Troisdorf schnitt mit „ausreichend“ ab.

Bei den sechs ausgelassenen Seen lagen entweder nicht genug Daten vor oder es handelte sich um neue Badestellen. Auch 2014 wurde mehr als 95 Prozent der untersuchten Gewässer in NRW eine hervorragende Wasserqualität bescheinigt.

Hier finden Sie alle NRW-Badegewässer im Überblick:

  • Über die Navigation und mit dem Mausrad können Sie sich in der Karte bewegen. Mit einem Klick auf die Badestellen erhalten Sie detaillierte Informationen zu den Seen.
  • Ein blaues Symbol bedeutet eine ausgezeichnete Wasserqualität, ein grünes eine gute, ein oranges eine ausrechende und ein rotes Symbol eine mangelhafte Wasserqualität.

 

Und falls es kein natürliches Gewässer sein soll: In der Region gibt es auch zahlreiche Freibäder, in denen man sich an heißen Tagen abkühlen kann.

Abwasser Hauptgrund für Verunreinigungen 

In Deutschland wurden insgesamt 2.292 Flüsse und Seen untersucht. 97 Prozent davon hatten 2015 laut Bericht eine ausgezeichnete Wasserqualität, europaweit waren es gut 84 Prozent. Insgesamt untersuchte die Agentur mehr als 21.000 Badestellen in den EU-Ländern sowie Albanien und der Schweiz. Dafür werden jährlich während der Saison mehrmals Proben aus Küsten- und Binnengewässern entnommen und die darin enthaltene Konzentration zweier Darmbakterien analysiert. Sie weisen auf Verunreinigungen durch Fäkalien hin. Hauptgrund für Verschmutzungen dieser Art seien Abwasser. Bei starkem Regen könne etwa Wasser aus landwirtschaftlichen Betrieben und von Nutzflächen in die Seen gespült werden, heißt es in dem Bericht.

Warnung vor Leichtsinn

Schwimmer müssen sich in den offiziellen Badegewässern zwar keine Sorgen um Verunreinigungen machen. Dennoch empfiehlt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), sich nicht leichtsinnig ins kühle Nass zu stürzen: Im vergangenen Jahr zählte die DLRG allein in NRW 44 Tote, die bei Unfällen in Seen und Flüssen ertrunken sind. 

 

von dpa