Hochschule Bochum entwickelt Elektrotransporter

Serienfahrzeug

BOCHUM Die Finanzierung steht, jetzt sind die Ingenieure gefragt: Mit einem Budget in Höhe von fünf Millionen Euro entwickeln Experten der Hochschule Bochum Hand in Hand mit regionalen Wirtschaftsbetrieben einen Elektrokleintransporter. Ein ehrgeiziges Projekt.

von Von Christoph Walter

, 25.01.2010, 21:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Ein ehrgeiziges Ziel, das aber realistisch ist", sagt Ritschel. "Das Know-how haben wir, es muss jetzt nur noch in Form gebracht werden." Zumal die größte Hürde überwunden ist: die Finanzierung des Projektes steht. Drei Millionen Euro gibt es aus dem Landeswirtschaftsministerium. In den Augen von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gut angelegtes Geld. Denn er setzt auf "eine ökologische Industrieregion mit europaweitem Modellcharakter auf dem Gebiet der Elektromobiltiät", wie er am Montag sagte. Weitere zwei Millionen Euro steuern Firmen aus Bochum und dem Umland bei.

Geschraubt werden soll bei Opel. Im Werk I erhalten die Entwickler eine eigene Werkstatt. "Außerdem hat Opel uns den Zugriff auf sein Standard-Teilesortiment zugesichert", so Ritschel. Das sei wichtig, um die Produktionskosten für den Elektrotransporter nicht durch allzu viele Sonderanfertigungen unnötig in die Höhe zu treiben. "Wir versuchen, ein Auto zu bauen, das unter 30 000 Euro zu haben ist."

Ohne fossile Brennstoffe zu verheizen, soll das BOmobil eine ansprechende Figur machen: Er bietet zwei Personen Platz. Die Radnabenmotoren sollen den Wagen mit bis zu 400 Kilo Ladung auf Tempo 120 beschleunigen. 150 Kilometer soll das Auto schaffen, ohne an die Steckdose zu müssen.