Hochstätter: "Noch nichts spruchreif"

VfL-Personalien

Auch wenn die 1:4-Heimniederlage am drittletzten Spieltag gegen Arminia Bielefeld noch nicht aus dem Gedächtnis gestrichen ist, bedauert VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter den seit Montagabend amtlichen Abstieg der Ostwestfalen.

BOCHUM

20.05.2014, 17:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hochstätter: "Noch nichts spruchreif"

Keine guten Erinnerungen haben Torwart Andreas Luthe und seine Mitspieler an das letzte Ligaspiel gegen Bielefeld.

"Ich möchte damit auch gar nicht den Darmstädtern zu nahe treten", sagte Hochstätter am Dienstag, "wer nach einem 1:3 im Relegationshinspiel so zurückkommt, der hat den Respekt dafür und den Aufstieg auch verdient."

Weniger Zuschauer

Hochstätter verwies vielmehr auf unmittelbare Konsequenzen, die auch den VfL Bochum betreffen. "Ein Heimspiel gegen Arminia Bielefeld bringt uns deutlich mehr Zuschauer als ein Heimspiel gegen Darmstadt 98." Weil ein Westfalenderby im Normalfall für den Fußballfan attraktiver ist. Doch die Derbys im Fußball-Westen werden in der Zweitliga-Saison 2014/15 auf ein Minimum reduziert. Genauer gesagt: es findet nur noch eins statt.

Historischer Tiefstand

Denn übrig geblieben sind in der 2. Fußball-Bundesliga von den Westvereinen nur noch Fortuna Düsseldorf und der VfL Bochum. Das ist aus NRW-Sicht ein historischer Tiefstand. So wenige Vereine aus Nordrhein-Westfalen gab es seit Einführung der eingleisigen 2. Liga zur Saison 1981/82 noch nie. "Wenn man bedenkt, wie stark der Fußball-Westen noch vor einigen Jahren vertreten war, ist das schon schade", findet Christian Hochstätter.

In der 2. Liga gab es immer mindestens drei Mannschaften aus NRW, in der Saison 1983/84 waren es sogar neun: Schalke, Duisburg, Solingen, Aachen, Fortuna Köln, SG Wattenscheid 09, RW Oberhausen, RW Essen und der BV Lüttringhausen.

Damit der VfL Bochum zunächst einmal den Westen weiter in der 2. Liga vertreten kann, arbeitet Christian Hochstätter im Dialog mit Cheftrainer Peter Neururer daran, den Kader für die neue Saison zusammenzubauen. Einen weiteren Namen nach den bereits verpflichteten Abwehrspielern Jan Simunek und Timo Perthel wollte Hochstätter am Dienstag noch nicht nennen. "Wir arbeiten dran, aber es ist noch nichts spruchreif", so der VfL-Vorstand. Das Umsetzen der Ideen sei nicht ganz so einfach. "Ob und wie sich die Dinge entwickeln, liegt nicht nur am VfL. Wir sind schließlich nicht alleine auf dem Markt tätig. Aber bei den Personalien, die wir auf dem Schirm haben, sind wir zuversichtlich."Gianluca de Meo kommt

Der VfL Bochum hat einen Neuzugang für seine U23-Mannschaft verpflichtet: Vom Niederrhein-Oberligisten TuRU Düsseldorf kommt Gianluca de Meo. Der 20-jährige Mittelfeldspieler wurde von der U16 bis zur U19 bei Fortuna Düsseldorf ausgebildet, ehe er sich im Sommer 2013 der Turn- und Rasensport Union anschloss. Für den Düsseldorfer Oberligisten absolvierte de Meo in dieser Saison 35 Meisterschaftsspiele und erzielte dabei elf Tore.

"Gianluca de Meo ist ein schneller Außenbahnspieler mit Zug zum Tor. Das hat uns in der U23 über weite Strecken in dieser Saison gefehlt. Wir freuen uns, dass er sich für den VfL und die damit verbundene Perspektive entschieden hat", wird VfL-Nachwuchsleiter Alexander Richter zitiert.

 

 

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