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Hörder Burg erhält neue Turmhaube

HÖRDE Mit Hilfe eines riesigen Autokrans wurde am Donnerstag die neue Turmhaube auf dem Turm der Hörder Burg platziert.

von Von Jörg Bauerfeld

, 11.09.2008
Hörder Burg erhält neue Turmhaube

Mit einem großen Autokran wurde die Turmhaube auf den 30 Meter hohen Turm gehievt.

Ein kurzer Blick auf die Armbanduhr verriet: Es war exakt 12.52 Uhr, als die Hörder Burg wieder eine Turmhaube hatte. Lediglich 8 Minuten dauerte die Reise der 8 Tonnen schweren Holzkonstruktion per Autokran auf den 30 Meter hohen Turm.  Mitarbeiter der Firma Frey nahmen den 9,25 Meter hohen Koloss auf der Turmplattform in Empfang. Ganz langsam, gelenkt mit langen Führungsseilen, brachten die Zimmerleute die Turmhaube in Position. Ein kurzes Absenken, eine leichte Korrektur der Schwenkrichtung und die neue Haube senkte sich zentimetergenau auf das vorbereitete Fundament.

Ein weiterer Schritt in der Sanierung des historischen Baudenkmals war damit getan. „Solche Gebäude zu erhalten, das tut der Stadt Dortmund gut. Die Hörder Burg wird eine echte Attraktion am Phoenixsee“, so Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, der es sich nicht nehmen ließ, die spektakuläre Aktion persönlich mitzuerleben. Genau wie zahlreiche Bürger, die sich auf dem großen Parkplatz vor der Hörder Burg versammelt hatten. Selbst auf dem Dach des gegenüberliegenden Parkhauses reihten sich die Schaulustigen aneinander. Ausgerüstet mit Ferngläsern, Videokameras und Fotoapparaten. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.

Bei Windstille und Sonnenschein lief alles genau nach Plan, schwebte die Holzkonstruktion, die geschmückt war mit einer Hörder Flagge, wie eine Feder auf den vorgesehenen Platz. „Das ist auch ein Zeichen für alle Skeptiker, die glauben, hier geht es nicht weiter“, so ein zufriedener Bezirksbürgermeister Manfred Renno. Dabei stand die Aktion zunächst unter keinem guten Stern. Die Gegengewichte des Autokrans fehlten, ein Anheben der Turmhaube war unmöglich. Der Zeitplan geriet ins Wanken. Warten war angesagt. Nur zwei der vier kleineren Ecktürme, die ebenfalls gestern montiert wurden, konnten auf die Reise gehen. Wie kleine Ufos schwebten sie an dicken Ketten in Richtung Turm. Dann Aufatmen bei den Organisatoren. Die zusätzlichen Gewichte trafen ein und das eigentliche Spektakel konnte beginnen – der Flug der neuen Turmhaube.