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Hörder Burg vor Verkauf - Sparkassen-Akademie?

Phoenix-See

Die Hörder Burg am Phoenix-See wird aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt. Das historische Gebäude geht an die Firma Dreier. Der Plan des Investors: In die Burg soll die Sparkassen-Akademie NRW einziehen.

HÖRDE

, 26.07.2014 / Lesedauer: 2 min
Hörder Burg vor Verkauf - Sparkassen-Akademie?

Die Hörder Burg und im Vordergrund die Kulturinsel mit dem stillgelegten Thomas-Konverter aus dem früheren Stahlwerk.

Seit 2011 versucht die Stadt, das Gebäude zu veräußern, dessen Ursprünge ins 12. Jahrhundert zurückreichen. Letztes Jahr brachte sie ein sogenanntes Interessensbekundungsverfahren auf den Weg, das nach Informationen dieser Zeitung Dreier Immobilien für sich entschieden hat. Dreier hat bereits ein exklusives Wohn- und Geschäftshaus am Phoenix-See errichtet.

Am 17. Juli unterzeichneten Stadtdirektor Jörg Stüdemann und ein Ratsmitglied eine Dringlichkeitsentscheidung zum Verkauf des Gebäudekomplexes, der 2011 mit 5,2 Millionen Euro in den Büchern stand. Der vorab unterrichtete Rat soll den Verkauf am 2. Oktober in nicht öffentlicher Sitzung nachträglich absegnen. Frist endet am 1. August

Die Zeit drängte, weil der Investor schon eine Nutzung im Auge hat: Unterrichtete Kreise wissen, dass sich Dreier mit der Hörder Burg um den zentralen Standort der Sparkassenakademie Nordrhein-Westfalen bewerben will. Das kann das Unternehmen aber nur, wenn ihm das Grundstück gehört, und die Bewerbungsfrist läuft am 1. August ab. Nachdem die zwei NRW-Sparkassenakademien – die Rheinische in Düsseldorf und die Westfälisch-Lippische in Münster – im Januar 2014 fusioniert haben, sucht man eine neue zentrale Bleibe „im Herzen Nordrhein-Westfalens“.

Laut Ausschreibung ist ein Studienzentrum für rund 43 000 Tagesbesucher im Jahr geplant – ein attraktives Projekt, um das sich neben Dreier allein in Dortmund eine Handvoll Investoren bemüht. Auch mehr als 20 andere Städte in NRW versuchen, diese Ansiedlung zu ködern. Die Entscheidung soll zum Jahresende fallen. In der Hörder Burg würde hinter historischer Fassade in modernsten Räumen gelernt. Sollte es mit der Sparkassenakademie aber nicht klappen, hat der Investor einen Plan B. Danach wären auch andere Schulungseinrichtungen denkbar. Das Interessensbekundungsverfahren erlaubt Büros, Gastronomie oder den Umbau zu einem Hotel.

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