Hörder Filiale öffnet jetzt auch mittwochs

Dortmunder Tafel

Von der Hörder Filiale der Dortmunder Tafel kommt eine Nachricht, die positiv und negativ zugleich ist. An der Wellinghofer Straße gibt es künftig einen weiteren Öffnungstag.

HÖRDE

, 01.07.2017, 01:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hörder Filiale öffnet jetzt auch mittwochs

Ute Wendland, verantwortliche Bereichsleiterin in der Tafelfiliale Hörde (r.), ist stolz auf ihre Kollegin neben sich und die beiden Kollegen, die kurzfristig für den Zusatzverkauf am Mittwoch eingesprungen sind. Die Dortmunder Tafel sucht allerdings zur Entlastung dieser ehrenamtlichen Helfer weitere Freiwillige.

Dass die ehrenamtlichen Helfer diesen mit viel Extraaufwand organisiert haben, ist der positive Aspekt. Dass der Bedarf nach der Unterstützung mit Lebensmitteln immer größer wird, ist dagegen eine Entwicklung, die Sorgen macht.

Im Juni öffnete die Lebensmittelausgabe in Hörde erstmals auch mittwochs. Hintergrund des zusätzlichen Öffnungstags: die lange Warteliste. Die Zahl der Bedürftigen wächst seit Jahren. Die Filiale an der Wellinghofer Straße 17 in Hörde ist die am stärksten frequentierte nach der Tafel-Zentrale in der nördlichen Innenstadt. Die neuen Öffnungszeiten sind nun: Montag 14.30 - 17.30 Uhr, Dienstag 12.30 - 15.30 Uhr, Mittwoch 13 - 15.15 Uhr.

60 Kunden pro Öffnungstag 

Die ersten zusätzlichen Verkaufstage im Juni hat die neue Teamleiterin Ute Wendland mit Unterstützern aus bestehenden Teams und neuen Ehrenamtlichen gemeistert. Die Helfer konnten an rund 60 Kunden pro Öffnungstag Lebensmittel weitergeben. Nach und nach soll die Zahl der Kunden an diesem zusätzlichen Tag noch deutlich erhöht werden.

„Um diesen Tag personell gut abzusichern und auch noch weitere Schichten in der Tafel-Zentrale in der Osterlandwehr, zunächst ebenfalls mittwochs, zu ermöglichen, werden weitere Ehrenamtliche gesucht“, sagt Tafel-Pressesprecher Hans Joswig.

Spezieller Ausweis

Die Dortmunder Tafel unterstützt finanziell bedürftige Menschen mit Lebensmitteln. Voraussetzung ist ein speziell ausgestellter Ausweis, der gegen Vorlage eines amtlichen Bescheid über den Bezug von Sozialleistungen, in der Regel über Arbeitslosengeld II oder Grundsicherung, ausgestellt wird. Rentner können einen Tafel-Ausweis bekommen, wenn sie zusätzlich Wohngeld erhalten. Dafür muss der Renten- und der aktuelle Wohngeldbescheid vorgelegt werden.

Mehr als 10.000 werden auf diese Weise mit Lebensmitteln versorgt. Rund 1500 Menschen stehen auf der Warteliste.

 

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