Hoffnung für Corona-Patienten: Decathlon-Tauchmaske wird zur Atemmaske

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Allein von Mittwochmittag bis Donnerstagmittag wurden in den Niederlanden 625 Menschen mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Entwicklung der Uni Enschede macht Hoffnung.

Enschede (NL)

, 02.04.2020, 18:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit hat am Donnerstag (2.4.2020) um 14 Uhr neue Zahlen veröffentlicht. Dem wurden im Nachbarland bisher 14.697 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind 1.083 mehr als noch am Mittwochmittag.

Um 166 ist die Zahl der Verstorbenen angestiegen. Insgesamt sind in den Niederlanden bisher 1.339 Menschen an einer Erkrankung an dem Coronavirus verstorben. In Krankenhäusern liegen derzeit 5.784 Menschen. Wie die Tageszeitung de Gelderlander berichtet, wurden in den letzten 24 Stunden im Gelderland 112 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion in ein Krankenhaus eingewiesen.

Corona-Fälle in Pflegeheim für Demenzkranke

Im etwa 45 Kilometer von Ahaus entfernten Varsseveld gibt es einen Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim für Demenzkranke. Wie de Gelderlander schreibt, wurde das Virus bei zwei Bewohnern des Hauses diagnostiziert, bei einer dritten Person bestehe der Verdacht. In dem Pflegeheim leben 128 Menschen.

Not in der Krise macht erfinderisch: Die Universität Twente in Enschede arbeitet intensiv an der Lösung für den Mangel an Atemgeräten und Atemmasken. Tauchmasken aus dem Sportgeschäft Decanthlon seinen dabei eine Lösung zu bieten, meldet die Tageszeitung Tubantia.

Forscher der Universität haben einen neuen Maskentyp entwickelt und getestet. Die Basis bildet eine Tauchmaske aus dem Sportgeschäft. Anstelle eines Schnorchels erhalten die Masken über ein Kupplungsstück, das mit einem 3D-Drucker hergestellt wird, einen Atemschlauch. Die Maske könnte bei zwanzig bis dreißig Prozent der Patienten angewendet werden, schreibt die Tageszeitung.

Tauchmaske wird zur Atemmaske: Alle Entwürfe im Netz

Die Universität hat alle Entwürfe und Anweisungen auf einer separaten Website veröffentlicht, damit medizinische Fachkräfte darauf zugreifen können. Die ersten Patienten wurden diese Woche in Straßburg „mit hoffnungsvollen Ergebnissen“ behandelt, so die Universität.

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Das TechMed Center der Universität hatte zuvor schon eine Methode vorgestellt, mit der zwei Personen an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden können. Das System funktioniert in erster Linie bei Menschen mit dem gleichen Sauerstoffbedarf.

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