Holte-Grundschule erhält Solaranlage

LÜTGENDORTMUND Wenn es ein Wetter gibt, das eine Solaranlage überhaupt nicht leiden kann, dann das am Donnerstagmorgen: Nebel mit einer Sicht von knapp über 50 Metern.

von Von Holger Bergmann

, 14.02.2008, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min

Damit spielten die äußeren Verhältnisse überhaupt nicht mit, als die Schüler, Lehrer und Eltern der Holte-Grundschule ihre Photovoltaikanlage einweihten. Mit Tänzen und Gesängen begrüßten die Schüler ihren Beitrag zum Klimaschutz. Denn mit den 300 Quadratmetern Solarzellen wird die Schule rund 25 Prozent ihres Jahres-Stromverbrauches selber produzieren. Und wenn es läuft wie geplant, kommt im Herbst ein weiterer Bauabschnitt dazu, und wir sparen die Hälfte unseres Verbrauches", erzählt die Schulleiterin Martina Röhr begeistert.

Für Stefan Schlepütz von der solarplus GmbH war das Wetter allerdings gar nicht so schlecht. Denn obwohl die Sonne nicht zu sehen war, konnte er den Kinder anhand eines Stromzählers zeigen, dass die Zellen auf dem Dach selbst mit dem diffusen Restlicht kräftig Energie produzierten.

In einem durchschnittlichen deutschen Jahr gewinnt die Anlage 260 00 Kilowattstunden Strom. "Das ist soviel, wie zehn Haushalte in einem Jahr verbrauchen", rechnet Stefan Schlepütz vor.

Die Anleger wird es freuen. Anleger? Genau, denn weder die Schule noch die Stadt Dortmund mussten Finanzmittel in die Anlage stecken. Die Firma solarplus bietet Menschen, die aktiv den CO2-Ausstoß mindern wollen, zwei über so genannte Bürger-Solarfonds Anlage-Möglichkeiten an, damit sogar Geld zu verdienen. Interessierte können sich ein so genanntes "Genussrecht" sichern und pro Jahr fünf Prozent Rendite kassieren. Wer längerfristig plant, kann die Solaranlagen sogar quadratmeterweise kaufen. "Nach elf Jahren haben die Anleger das Geld wieder raus und danach beginnt die Gewinnzone", berichtet Stefan Schlepütz. Für Solaranlage gibt es eine Lauf-Garantie von 20 Jahren. "Aber ich kenne Anlagen, die laufen bereits seit 35 Jahren", so Schlepütz.

Mit diesem Anlage-Modell konnten bereits die 150 000 Euro für die Errichtung dieser Anlage aufgebracht werden. Für den zweiten Bauabschnitt werden noch interessierte Spenderinnen und Spender gesucht.