Hordel enttäuscht - Alles selbst verspielt

Westfalenliga 2

Die Aufstiegshoffnungen der DJK TuS Hordel sind endgültig geplatzt. Dies lag nicht nur daran, dass nach dem Abstieg des SV Lippstadt aus der Regionalliga nur der Meister in die Oberliga aufsteigt, sondern vor allem an einem erneut schwachen Auftritt der Grün-Weißen.

HORDEL

von Martin Jagusch

, 25.05.2014, 18:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hordel enttäuscht - Alles selbst verspielt

Kevin Rudolph traf in Brambauer, zum Hordeler Sieg reichte es nicht.

Beim so gut wie feststehenden Absteiger BV Brambauer unterlag Hordel in letzter Minute mit 2:3 (0:2). Dem zukünftigen Landesligisten genügten die spielerisch einfachsten Mittel, um zum Erfolg zu kommen. Der Mittelfeldspieler durfte ungestört durch die Schnittstelle der falsch positionierten Viererkette passen und Brambauer ging mit 1:0-Führung (17.).

Zehn Minuten später verhinderte Torhüter Kevin Kampschäfer bei einem Angriff nach gleichem Strickmuster schon das mögliche 0:2. Dies fiel dann nach einem katastrophalen Ballverlust im Aufbauspiel. Mit diesem Resultat ging es in die Halbzeit, auch weil ein Freistoß von Kevin Rudolph nur gegen den Pfosten klatschte und Dustin Hoffmann das Tor um Zentimeter verfehlte.

Hordeler Doppelschlag

In den zweiten 45 Minuten präsentierte sich eine "andere" Mannschaft. Zumindest eine Viertelstunde lang. Patrick Rudolph setzte sich über die linke Außenbahn durch und seinen Rückpass brachte Bruder Kevin im Tor unter. Und keine 60 Sekunden später hieß es sogar 2:2. Johannes Debski war über die rechte Außenbahn nicht aufzuhalten. Seine Hereingabe verwertet Dustin Hoffmann zum Ausgleich. "Anschließend haben wir dann wieder aufgehört, konsequenten Fußball zu spielen", musste Trainer Marcus Himmerich nun wieder einen Rückfall in die ersten schwachen 45 Minuten erleben. Die Entscheidung fiel dann in der letzten Minute. Ein Angreifer der Gastgeber reichte aus, um die gesamte Hordeler Vierkette zu düpieren - 3:2 und wenige Augenblicke später ertönte der Abpfiff. Die Bestnote in einer schwachen Elf verdiente sich Patrick Rudolph, der immer wieder versuchte, seinen Teamkollegen die entscheidenden Impulse zu geben.

50 Punkte stehen weiter auf dem Konto der Grün-Weißen, 57 Zähler hat der Tabellenführer ASC Dortmund auf dem Konto. Diese sieben Punkte sind zwei Spieltage vor dem Saisonende nicht mehr aufzuholen, so dass Hordel auch in der neuen Saison wieder in der Westfalenliga auf Punktejagd gehen muss. Es wäre sicherlich mehr möglich gewesen, aber nach einer Formkrise in der entscheidenden Endphase der Meisterschaf nicht zwingend verdient.

DJK TuS Hordel: Kampschäfer, Sell (86. Severich), Bakenecker, Barrera, Debski, K. Rudolph, Berlinski (80. Dragicevic), Hoffmann, Büscher, P. Rudolph, Stahmer.

Tore: 1:0 (17.), 2:0 (34.), 2:1 (57.) K. Rudolph, 2:2 (58.) Hoffmann, 3:2 (90.+3).

 

 

 

Lesen Sie jetzt