Hordel trifft eiskalt

Bochumer Derby endet 4:3

Das Bochumer Westfalenliga-Derby zwischen der DJK TuS Hordel und der SG 09 Wattenscheid bot 94 Minuten Dramatik pur. Beim Schlusspfiff vor rund 450 Zuschauern jubelten die Grün-Weißen Hordeler nach einem hart erarbeiteten 4:3 (4:1)-Erfolg.

HORDEL

von Von Martin Jagusch

, 04.09.2011, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
An die eigene Nase fassen müssen sich die 09er nach der 3:4-Niederlage. Die Grün-Weißen aus der Kappskolonie feierten die vier Tore im ersten Durchgang mit (von links) Patrick Rudolph, Thomas Woischnik, Dawid Ginczek und Hakan Osma.

An die eigene Nase fassen müssen sich die 09er nach der 3:4-Niederlage. Die Grün-Weißen aus der Kappskolonie feierten die vier Tore im ersten Durchgang mit (von links) Patrick Rudolph, Thomas Woischnik, Dawid Ginczek und Hakan Osma.

Hordel musste nicht nur auf Mittelfeldmotor Kevin Rudolph sondern auch auf Trainer Frank Wagener verzichten, der aufgrund einer Virus-Infektion für zunächst eine Woche krank geschrieben wurde. Für Wagener übernahm Thorsten Kastner die sportliche Verantwortung im Derby.SG 09 trifft ganz früh An der Hordeler Heide ging es von Beginn an zur Sache. Bereits nach vier Minuten nutzte Vaidas Rocys ein Missverständnis zwischen Hordels Torhüter Manuel Pfetzing und Mirko Krüger zur Gästeführung. Aber nur 180 Sekunden später hieß es bereits 1:1: Serdar Bastürk konnte mit einem tollen Drehschuss ausgleichen. Die Wattenscheider stellten die technisch versiertere und damit spielerisch bessere Mannschaft, Hordel hielt mit großem Kampf und noch größerer Effektivität dagegen.09-Abwehr in der Lohrheide Mirko Krüger zog aus 17 Metern einfach mal ab, Davis Zajas fälschte das Leder unglücklich ab - 2:1 (19.). Dann folgten die Auftritte auf der rechten Außenbahn von Serdar Bastürk. Gleich zwei Mal ließ er die zu diesem Zeitpunkt völlig indisponierte Abwehrreihe der Wattenscheider mehr als alt aussehen. Beidemal stand Thomas Woischnik goldrichtig und schoss die Gastgeber mit 4:1 in Führung (28., 35.). "Meine Abwehr war in den ersten 45 Minuten wohl noch in der Lohrheide" ärgerte sich 09-Coach André Pawlak nach dem Abpfiff zurecht.Wattenscheider Druck Nach der Pause hatte zunächst Dawid Ginczek das 5:1 und damit die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, dann aber spielte endgültig nur noch die SG 09. Als Manuel Pfetzing Milko Trisic von den Beinen holte gab es Strafstoß, den der Gefoulte selbst sicher verwandelte. Nach 64 Minuten hieß es gar 4:3. Seraffetin Sarisoy setzte einen Freistoß aus 19 Metern über die ungenügend postierte Hordeler Abwehrmauer in die Maschen. Wattenscheid drückte nun vehement auf den Ausgleich, das Geschehen spielte sich ausschließlich um den Hordeler Strafraum ab. Aber mit Glück, Geschick und enormen Einsatz brachten die Gastgeber den Sieg über die Zeit. In der vierminütigen Nachspielzeit hatten Karsten Dunklau und Serdar Bastürk sogar noch den fünften Treffer auf dem Fuß.DJK TuS Hordel: Pfetzing, Thormann, Sell, M.Wagener, Bastürk, Ginczek (86. Dunklau), Osma, Woischnik (56. Nehlson), Krüger, Büscher, P. Rudolph (65. Wilhelm).SG 09 Wattenscheid: Fronczeyk, Brümmer, Rathmann, Rocys, Zajas, Trisic, Sarisoy, Luvuezo (84. Davulcu), S. Preissing (84. Asenso), Melchner, Issa (46. Akman).Tore: 0:1 (4.) Rocys, 1:1 (7.) Bastürk, 2:1 (19.) Krüger, 3:1 (28.), 4:1 (35.) Woischnik, 4:2 (55.) Trisic, 4:3 (64.) Sarisoy,