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Horror-Spezial zog im Figurentheater-Kolleg Besucher in den Bann

Gruselige Schreckensteins

Auf Schloss Schreckenstein im Figurentheater-Kolleg war am Freitag einiges los – denn Familie Schreckenstein wollte ausziehen. Bis dahin gab es aber noch viel zu tun, und bis zur Abreise durften junge und alte Zuschauer bei der Premiere am 1. November die schaurige Familie begleiten.

BOCHUM

von Von Nathanael Ullmann

, 04.11.2013
Horror-Spezial zog im Figurentheater-Kolleg Besucher in den Bann

Der Graf versucht, mit den Schlossbewohnern nach Transsilvanien zu fahren: Im Figurentheater-Kolleg fand das Horror-Spezial statt.

Das Figurentheater-Bochum, kurz Fibo, kooperierte mit Profis aus Dortmund, Tübingen und den Niederlanden und mit Kindern und Jugendlichen, um zusammen den Besucher in eine unglaubliche Welt zu entführen. Bereits an der Kasse wurden die mutigen Neuankömmlinge empfangen von der geisterhaften, weißen Damen. War die Tür geöffnet, hielt der Graf den Besuchern die Hand zur Begrüßung entgegen, und der Erzählkobold suchte in den Köpfen der jüngeren Schlossgäste nach einem Namen für das gesichtslose Wesen, während im Hintergrund das Klavier klimperte. Ab der ersten Minute schaffte es das Fibo-Theater besser als viele andere Stücke, die Zuschauer in eine alternative Welt zu ziehen.

Auch in den nächsten Stunden änderte sich daran nichts. Durch dunkle Keller und steile Treppen wurden die Gäste durch das Figurentheater-Kolleg alias „Schloss Schreckenstein“ geführt. In jedem Winkel, jeder Ecke gab es etwas zu entdecken, gab es atmosphärisch beleuchtete Szenarien, kurzweilige Ideen.Auch die einzelnen Stationen und Geschichten wurden mit einer unglaublichen Fantasie gestaltet: seien es die siamesischen Zirkus-Zwillinge, die ihre Kunststücke präsentieren, die Erzählmuschel, die Reisefieber hat, oder der Graf und die Gräfin, die den Hastala Kaxa, ein Tier, das Löcher in Socken frisst, erklärten. Alles war mit Figuren, Geräuschen und Schattenspielen toll in Szene gesetzt.

Zwar war die Reise für Kinder recht lang, etwas mehr als zwei Stunden dauerte es bis zum Finale um den Auszug der Familie. Auch sollten die jungen Besucher mindestens sechs Jahre alt sein, da einiges für jüngere Besucher recht brutal ist. Sonst lohnt sich die Reise durch das Schloss aber allemal. Leider ist an der grausigen Geschichte etwas Wahres dran: Das Horror-Spezial fand zum letzten mal im Figurentheater-Kolleg statt. Ob und wie das Spezial weitergeführt wird, ist beim Figurentheater noch völlig unklar.