„Horrorhaus“ Höxter soll abgerissen werden

Kriminalität

Über Jahre wurden hier Frauen gequält und misshandelt, zwei starben schließlich an den Folgen ihrer Verletzungen. Nun soll das sogenannte Horrorhaus von Höxter abgerissen werden.

Düsseldorf/Höxter

06.09.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Horrorhaus von Höxter: Hier sollen Angelika und Wolfgang W. mehrere Frauen schwer misshandelt haben.

Das Horrorhaus von Höxter: Hier sollen Angelika und Wolfgang W. mehrere Frauen schwer misshandelt haben. © picture alliance/dpa

Das sogenannte Horrorhaus von Höxter kann demnächst abgerissen werden. Dem Verkauf des Grundstücks durch das Land Nordrhein-Westfalen an die Kommune in Ostwestfalen steht nichts mehr im Weg. Das sagte ein Sprecher des Justizministeriums in Düsseldorf der Deutschen Presse-Agentur.

Das Haus im Stadtteil Bosseborn hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Auf dem Grundstück waren jahrelang mehrere Frauen von einem Paar missbraucht und gequält worden. Zwei der Opfer starben an ihren schweren Verletzungen. Eine Leiche wurde zuerst tiefgefroren, dann zersägt und später verbrannt. Eine Frau starb im Krankenhaus. Im Prozess um die Taten wurden weitere grausame Details bekannt. So kam das Haus zu seinem Namen.

Die Stadt Höxter will es abreißen lassen. Nach einem Prozess um illegalen Drogenanbau in dem Haus durch spätere Besitzer wurde das Grundstück von der Justiz des Landes NRW eingezogen. Nach Absprache mit der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Hamm und dem NRW-Finanzministerium kann das Grundstück jetzt laut Justizministerium unter Einhalten der Haushaltsregeln zeitnah an die Stadt Höxter verkauft werden.

dpa

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