Hühner flüchten aus brennendem Stall

29.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Vor den Flammen flüchteten Hühner und Kaninchen panisch bis in die hintersten Ecken der Kleingartenanlage. Taghell erleuchtete das Feuer die Nacht, als der Stall und die Gartenlaube von Paul Benning in Schwerte-Ost am Montag abgebrannt sind. Für die Feuerwehr, die stundenlang aus vier Schläuchen Wasser auf das Inferno spritzte, gab es nichts mehr zu retten. Die Einsatzkräfte konnten aber verhindern, dass der Brand auf benachbarte Lauben übergriff.

Aber das zweite Zuhause von Paul Benning ist zerstört. Seit fast 50 Jahren hat es seine Familie gehegt und gepflegt, immer wieder verbessert. Erst der Opa, dann der Vater und jetzt der 58-Jährige selbst. Traurig blickt er auf das Gerippe von rußgeschwärzten Balken. Darin Reste der Ställe, deren Türen alle geöffnet waren. Deshalb vermutet der Eigentümer, dass Einbrecher für den Brand verantwortlich sein müssen. „Wie können sich die Tiere selbst befreien?“, sagt er. Die meisten von ihnen hat er mithilfe von Gartennachbarn wieder einfangen können. Sie wohnen jetzt vorübergehend im Gewächshaus, das als Einziges heile geblieben ist. Nie mehr zurückkommen werden aber die rund 35 Wellensittiche, die bei dem Feuer aus ihrer Voliere weggeflogen sind. Sie sollten eigentlich auf einer Ausstellung gezeigt werden.

Trotz des Schocks gibt der Gärtner nicht auf. Er will alles wieder aufbauen. Doch das ist viel Arbeit. Weil kein Auto in die Gartenanlage fahren kann, muss er erst einmal allen Brandschutt mit der Schubkarre nach draußen fahren. Er hätte sich für seinen 59. Geburtstag in der nächsten Woche was Schöneres vorgestellt.

Reinhard Schmitz

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