Hunde finden vermisste Artgenossin

10.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Eigentlich wollte Petra Kloß gemeinsam mit ihrer Hündin Sunny im Schwerter Wald spazieren gehen. Am Samstagnachmittag lief das Tier dann aber davon. Allein. Petra Kloß erzählt, dass Sunny sehr viele schlechte Erfahrungen in ihrer Zeit als Welpe gemacht hat: „Sie ist halt sehr ängstlich und fremden Menschen gegenüber äußerst scheu. Besonders große Angst hat sie vor Männern.“ Deshalb war die Sorge groß, dass sich Sunny nicht so einfach von fremden Menschen wieder einfangen lässt. Die Besitzerin hat sich hilfesuchend an Kerstin Herzog gewandt. Sie arbeitet in einer Hundeschule in Villigst. Am Montagabend liefen Herzog und Hundebesitzer Ralf Krause zusammen mit ihren speziell trainierten Hunden Noelia und Luna los, um Sunny im Schwerter Wald aufzuspüren. Noelia und Luna sind so genannte „Mantrailer“. Das ist englisch und bedeutet frei übersetzt „Menschenverfolger“, aber nicht wie bei einer wilden Verfolgungsjagd, die man etwa aus dem Kino kennt, sondern zum Aufspüren vermisster Personen, oder - wie in Sunnys Fall - vermisster Hunde. Noelia und Luna durften an einem Stofftier der vermissten Sunny riechen und schon ging es auf Spurensuche durch den Wald. „Ganz offenbar hatten unsere Hunde dort eine vielversprechende Spur“, sagt Kirsten Herzog. Tatsächlich haben die beiden „Mantrailer“ den richtigen Riecher bewiesen und die vermisste Sunny aufgespürt. Der Hund war ganz schön entkräftet und musste mit der glücklichen Besitzerin am Dienstag zum Tierarzt. Von Dr. Wolf kehrte Sunny mit einer verbundenen Pfote schließlich wieder zurück nach Hause. Ihr Frauchen Petra Kloß ist beruhigt, die Pfote ist nämlich nicht gebrochen, sondern nur wund gelaufen. Sie dankt dem Einsatz von Kirsten Herzog und Ralf Krause: „Ohne Euren Tipp wäre ich nicht in dieses Gestrüpp gegangen.“ Noelia und Luna haben für ihre gelungene Rettungsaktion übrigens ganz viele Belohnungsleckerchen bekommen.

Lino Wendhof

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