Hunderte Jugendliche sorgen für Einsätze in Köln – 26-Jähriger in Lebensgefahr

Einsätze in Köln

Mehrere Ereignisse haben das Karnevalswochenende in Köln überschattet. Hunderttausende feierten friedlich, dennoch gab es Einsätze u.a wegen Hunderter Jugendlicher und einer Vergewaltigung.

Köln

24.02.2020, 11:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Polizei ist am Karnevalswochenende in Köln mehrfach im Einsatz gewesen. Unter anderem sorgten sowohl am Freitag, als auch am Samstag hunderte Jugendliche für Probleme.

Die Polizei ist am Karnevalswochenende in Köln mehrfach im Einsatz gewesen. Unter anderem sorgten sowohl am Freitag, als auch am Samstag hunderte Jugendliche für Probleme. © picture alliance/dpa

Hunderte Jugendliche haben am Karnevalswochenende in Köln für Einsätze der Polizei gesorgt. Am Samstagabend hatte sich eine Gruppe von etwa 350 Jugendlichen am Zülpicher Platz versammelt und Alkohol getrunken, wie die Polizei mitteilte. Gegen 17 Uhr sei die Stimmung gekippt und es sei zu diversen gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.

Die Polizei rückte mit einem großen Aufgebot an und erteilte Platzverweise. Noch während der Räumung prügelten etwa 30 Jugendliche aufeinander ein. Es gab mehrere Verletzte, die in einem Zelt von Sanitätern versorgt wurden.

500 Jugendliche versammelten sich am Freitagabend

Erst am Freitagabend war die Polizei am Zülpicher Platz gegen eine Gruppe von rund 500 Jugendlichen eingeschritten. Aus der Gruppe heraus war es Zeugen zufolge mehrfach zu Gewalt gekommen, teilte die Polizei mit. Bei dem Einsatz wurden laut Polizei zwei Beamte leicht verletzt.

Ein Unbekannter habe mit einer Glasflasche nach den Einsatzkräften geworfen. Ein 16-Jähriger trat auf einen Diensthund ein und schlug einer Beamtin mehrfach gegen den Helm. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab bei ihm einen Wert etwas über einem Promille. Die Polizei räumte den Platz.

Solche Situationen seien nicht außergewöhnlich, teilte ein Sprecher der Polizei am Sonntag mit. Zu Karneval treffen sich demnach häufiger große Gruppen an Jugendlichen am Zülpicher Platz, um zu trinken. Oft eskaliere dies nach einiger Zeit.

26-Jähriger bei Streit vor Lokal lebensgefährlich verletzt

Bei einem Streit vor einem Kölner Lokal ist ein 26-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Drei weitere Beteiligte trugen ebenfalls - zum Teil schwere - Verletzungen davon, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Drei Besucher des Lokals im Stadtteil Bilderstöckchen seien am Sonntagmorgen vor der Gaststätte aus bislang ungeklärter Ursache mit einem Passanten in Streit geraten. Die zunächst verbale Auseinandersetzung sei dann eskaliert. Dabei soll der 56 Jahre alte Passant mit einem Messer auf seine Kontrahenten losgegangen sein. Ein 26-Jähriger Lokalgast schwebte danach in Lebensgefahr.

Die von Augenzeugen gerufene Polizei nahm den 56-Jährigen, der ebenfalls verletzt wurde, ohne Widerstand fest. Alle Beteiligten wurden in Krankenhäuser gebracht. Noch in der Nacht setzte die Polizei eine Mordkommission ein. Zunächst wurden Zeugen befragt.

Zwei Verhaftungen nach Vergewaltigung

Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung einer jungen Karnevalistin hat die Polizei in Köln zwe Männer festgenommen. Sie seien am Samstagabend in einem Hotel in der Kölner Innenstadt angetroffen worden, teilten die Beamten am Sonntag mit.

Zumindest einer der beiden 30 und 33 Jahre alten Männer aus Frankfurt am Main stehe im Verdacht, die Frau vergewaltigt zu haben. Das Opfer habe es nach eigenen Angaben geschafft, aus dem Hotelzimmer zu fliehen und die Polizei zu alarmieren.

Die Männer hätten sich von den Einsatzkräften widerstandslos festnehmen lassen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauerten zunächst noch an.

Bereits am Donnerstag hatte in Köln ein Taxi einen Streifenwagen der Polizei gerammt. Eine Frau stürzte am Bahnhof Köln.Ehrenfeld in die Gleise und starb.

dpa/kar

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