Hundertjähriger wird Opfer von Kriminellen

Trickbetrug

Ein Rentner ließ aus Höflichkeit zwei Frauen in seine Wohnung. Doch statt eines erhofften Gesprächs über eine leerstehende Wohnung, wurde der Rentner von den beiden Frauen ausgeraubt.

BOCHUM

13.02.2015, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dienstagmittag. Es klingelt an der Tür eines Bochumer Rentners, der bereits seinen 100. Geburtstag gefeiert hat. Der verwitwete Mieter öffnete und schaute in die Augen von zwei Frauen mittleren Alters, die nach einer leerstehenden Wohnung im Hause fragten. Nachdem er sie in seine Wohnung gelassen hatte, begann er mit ihnen ein Gespräch im einzigen geheizten Raum seiner Wohnung, dem Wohnzimmer.

Eine der Frauen verließ dann unter der Legende, zur Toilette zu müssen, diesen Raum und durchsuchte die Küche. Dort fand die Trickdiebin einen Briefumschlag mit 800 Euro. In der Zwischenzeit erzählte der Senior der zweiten Frau, dass er schon mal in seinem Klavier Geld verstecke. Als er selbst zur Toilette musste, stahlen die Frauen ihm auch dieses Geld - 2000 Euro! Dann verließen die Kriminellen den Tatort.

Schwer getroffen

Für den Rentner, der im 2. Weltkrieg an den Fronten in Frankreich und Russland gekämpft hatte, ist es das erste Mal, das er Opfer eines solchen Verbrechens wurde. Nach Aussage der Polizei hat genau das den fast 101-Jährigen auch persönlich schwer getroffen. Nun ermittelt die Polizei.