Hungrig

Babet Mader

Sie will es besser machen als Mutter und Oma, doch es gelingt ihr einfach nicht. "Hungrig" nennt Babet Mader ihren ersten Roman, über eine junge Frau, die versucht, ihr Leben zu meistern, ihren Weg zu finden, und Angst hat, ihr Leben zu verpassen.

von Von Britta Helmbold

, 20.01.2013, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Verlassen vom Freund bricht sie zusammen, landet in einer Klinik, schwankt zwischen Lebensgier und Todessehnsucht. Es ist ein Verzweiflungsschrei ohne Punkt und Komma im wahrsten Wortsinn. Auch auf die üblichen Rechschreibregelungen wie Groß- und Kleinschreibung verzichtet die Autorin, nur Absätze fügt sie ein in den Gedankenstrom ihrer Ich-Erzählerin. Doch lesen lässt sich dieses melancholische Debüt trotzdem erstaunlich gut: "manchmal weine ich auch das ist dann wie urlaub". Die atemlose Erzählung einer Krise zieht den Leser in die sprunghaften Gedankenströme der Protagonistin, die immer wieder in die Vergangenheit abschweifen und so das Familienleben aufblättern.

Babet Mader: Hungrig, open house, 18 Euro, ISBN 978-3-944122-00-7.

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