"Ice Age"-Tiere sind dem Mammut auf der Spur

Odysseum Köln

Ein Eistor aus Hartplaste führt in die Ausstellung, auf dem Monitor grüßt Nager Scrat aus den "Ice Age"-Filmen mit dem "Ah-Uh" des Schwerenöters. In der Schau des Kölner "Odysseums" entführen uns ein lebensgroßes Mammut, eine Säbelzahnkatze, ein Faultier, fossile Funde, Modell-Repliken, Schaukästen und Mitmach-Stationen in die Welt des Pleistozäns, der Eiszeit, die bis vor 12.000 Jahren die Erde prägte.

KÖLN

, 31.05.2017 / Lesedauer: 2 min
"Ice Age"-Tiere sind dem Mammut auf der Spur

Diegos „Bruder“ thront auf künstlichem Fels.

"Ice Age: Dem Mammut auf der Spur" markiert einen Spagat zwischen Hollywoods Popkultur, Wissenschaft und Museumspädagogik. Diego, Manni und Sid sind gewissermaßen Lockvögel, Figuren, durch die Kinder einen Draht zur Eiszeit aufgebaut haben.

Säbelzahn stellt selbst Königstiger in den Schatten

Bei ihnen knüpfen Ausstellungsmacher und beratende Experten an, wenn sie von Pflanzen, Tieren, Klima, globaler Erwärmung und deren Erforschung erzählen.

Leinwand-Manni im Hinterkopf steht man vor dem Mammut im Originalformat. Diego im Sinn bestaunt man das Skelett eines Säbelzahns, würdigt die Größe seines Reißzahns, der selbst den des Königstigers in den Schatten stellt.

Permafrost-Block steht mitten in der Tundra

Ein anderes der vier Szenarien wird von einem Baum dominiert, wo ein Riesenfaultier sich nach Blättern streckt.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Ausstellung Ice Age in Köln

Gigantische Gletscher, Riesenfaultiere und majestätische Mammuts - die Eiszeit ist eine faszinierende Epoche der Vorzeit. Das Odysseum Köln stellt seinen Besuchern in der interaktiven Ausstellung „Ice Age: Dem Mammut auf der Spur“ bis zum 5. November die großen Säugetiere der letzten Eiszeit vor. Stets begleitet von Charakteren aus den beliebten Ice Age-Filmen wie Faultier Sid und Manfred dem Mammut, beschäftigt sich die Schau mit Ökosystemen und dem Klimawandel.
31.05.2017
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So nah kommen die Kinder einem "Artgenossen" von Ice Age-Held Manni wohl selten.© Foto: Werner Scheuer
Auch Skelette der großen Eiszeit-Säugetiere zeigt die Ausstellung.© Foto: Werner Scheuer
Interaktiv können Kinder und ihre Familien die eisige Epoche und ihre Bewohner kennenlernen.© Foto: Werner Scheuer
Mit dicken Fellschuhen können die Besucher auf einem Sensorfeld herumstapfen, das ihre Bewegungen auf einen Bildschirm überträgt.© Foto: Werner Scheuer
Der wohl berühmteste Bewohner der Eiszeit: das plüschige Mammut. © Foto: Werner Scheuer
Auch die Faultiere waren in der Eiszeit wesentlich größer und kräftiger als ihre heute lebenden Nachfahren.© Foto: Werner Scheuer
Mehr als doppelt so groß wie sie selbst ragt das Urzeit-Faultier über die Kinder.© Foto: Werner Scheuer
Der Säbelzahntiger war mit seinen großen Eckzähnen eines der gefährlichsten Raubtiere der Eiszeit.© Foto: Werner Scheuer
Schlagworte Odysseum Köln, Köln

Welche Pflanzen wuchsen damals? Wie sehen Pollen aus, zu welchem Gewächs gehören sie? Der erste Raum ist der Tundra gewidmet, mittig ein Block "eisigen" Permafrost-Bodens.

Wenn die Füße in Sirup stecken

Kammer zwei steht für eine wärmere Periode, die dritte Kammer verdeutlicht, wie wichtig die Teergruben von La Brear für die Forschung sind. So fühlt es sich an, wenn die Füße in zähem "Sirup" stecken.

Auf die Mammut-Steppe folgt das Kapitel zur Erderwärmung, der Schritt in die Gegenwart. Nicht immer sind die Inhalte der Schau sinnlich erfahrbar.

Ausstellung gibt Informationen zu stolzem Preis

Kein digitaler Hau-den-Lukas ersetzt die Funken realen Feuersteins. Das Thema Erderwärmung stützt sich sehr auf Tafeln mit Text: Fahre Bus, geh zu Fuß, iss weniger Fleisch, heißt die goldene Regel knapp und lapidar. Insgesamt durchaus informativ, aber zu stolzem Eintrittspreis.

Odysseum Köln: "Ice Age", 2.6. bis 5.11., Corintostraße 1, Di-Fr 9-18 Uhr, Sa/So 10-19 Uhr, ab 22,60 Euro (Kinder 14,50 Euro) unter Tel. (0221)69068111.