Ideen für die Burg: Hotel, Seniorensitz oder Inkubator

HÖRDE Die Hörder Burg liegt schon in den nächsten Wochen in den Händen der Handwerker. Bis Mitte 2009 lässt die Stadt Dortmund als Eigentümerin das Gebäude renovieren.

von Von Peter Bandermann

, 03.06.2008, 13:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zurzeit wühlen Archäologen im Erdreich vor dem Burg. In den nächsten Wochen rücken die Handwerker an.

Zurzeit wühlen Archäologen im Erdreich vor dem Burg. In den nächsten Wochen rücken die Handwerker an.

Mit einer sanierten Fassade und einer wiederhergestellten „Haube“, wie sie auch die Türme am Schloss Neuschwanstein ziert, markiert die Hörder Burg die ersten Fortschritte am Phoenixsee. Stadtdirektor Ullrich Sierau kündigte das Ende der Renovierungsarbeiten in und an der Burg für Mitte 2009 an.

Auf seinem Vortrag am Montag im Stiftsforum stellte der Stadtplaner die Ideen vor, mit denen ein noch nicht gefundener Käufer die Burg später nutzen könnte: - als Hotel anspruchsvoller Kategorie, - als gehobener Seniorenwohnsitz, - als „Inkubator“ für junge Unternehmen.

Sierau streifte auch die Bauprojekte, die rund um die Burg zumindest auf den Plänen Gestalt annehmen: Das Parkhaus an der Faßstraße soll abgerissen werden und einem Wohn- und Geschäftshaus weichen. Einen neuen Nachbarn erhält auch der Bunker an der Seekante.

Darüber hatte die Stadt die Bezirksvertretung bereits informiert. Mit dieser Hochgarage, die direkt an den Bunker angebaut werden soll, und weiteren Tiefgaragen in direkter Nähe zum Phoenix-Seehafen soll eine Parkplatznot erst gar nicht entstehen. Denn auf der Westseite des Sees entstehen Bürohäuser und Gastronomie.

Sieraus Zuhörer stellten kritische Fragen: Ob ein Seniorenwohnsitz tatsächlich notwendig sei. „Wir wollen hier doch kein zweites Bad Sassendorf haben“, so einen Anwohnerin der Hörder City. Sieraus Antwort: „Wir werden aus Hörde kein Altersheim machen“.

Sierau betonte in seinem Vortrag, dass die Stadt Dortmund auf beiden Projektflächen (Phoenix-West und Phoenix-Ost) die Pläne mit hohem Tempo umsetze. „In privater Hand wird oft noch lange diskutiert."