Iglo in Reken verschärft Vorkehrungen gegen das Coronavirus

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Das Unternehmen Iglo hat in seinem Werk in Bahnhof Reken viele Vorkehrungen getroffen, um einer Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen.

von Tim Schulze

Bahnhof Reken

, 01.04.2020, 17:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Zuge der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie hat Iglo die Sicherheitsvorkehrungen im Werk in Bahnhof Reken noch einmal verschärft. Am Eingang habe das Unternehmen inzwischen eine Wärmebild-Kamera installiert, berichtete Iglo-Sprecher Alfred Jansen auf Nachfrage der Borkener Zeitung. Jede Person werde vor Betreten des Werks auf Fieber gecheckt.

„Dies gilt sowohl für die Mitarbeiter als auch für unbedingt notwendigen Besuch von Lieferanten“, so Jansen. Bereits bei geringen Auffälligkeiten würde der Zutritt verwehrt.

Jansen erklärte, dass Iglo bislang keinen bestätigten Corona-Fall unter den Mitarbeitern zu verzeichnen habe. „Dies liegt an einem vorbildlichen, disziplinierten Verhalten – sowohl im Betrieb als auch im privaten Umfeld.“

Trennscheiben aus Plexiglas

Er ergänzte, dass die derzeitigen öffentlichen Abstandsregelungen auch im betrieblichen Ablauf umgesetzt würden. Man müsse Ausfälle von Beschäftigten verhindern, damit die Produktion nicht beeinträchtigt werde. „Distanz heißt zum Beispiel die strikte Trennung der Mitarbeiter von Schichten und möglichst Arbeitsgruppen“, erklärte Jansen. Umkleideräume seien getrennt worden. Jeder sei angehalten, die Distanz von mindestens 1,5 Meter zu wahren.

„In Arbeitsbereichen, in denen die betrieblichen Abläufe eine gewisse Nähe nicht vermeiden lassen, wurden Trennscheiben aus Plexiglas angebracht“, so Jansen weiter. Das Distanzgebot gelte etwa auch in den Aufenthaltsräumen.

In der Kantine habe Iglo beispielsweise die Sitzordnung durch Klebezeichen klar gekennzeichnet, so dass jeder Einzelne an die Abstandsregelung erinnert werde.

Spinaternte beginnt

Jansen teilte zudem mit, dass „der Warentransport in das und aus dem Werk heraus weitgehend störungsfrei“ funktioniere. „Natürlich bedingen die besonderen Umstände, dass die Abläufe beeinträchtigt werden und es immer wieder mal zu kurzfristigen Verzögerungen kommt“, so der Sprecher.

Diese Verzögerungen seien jedoch in die jeweiligen Planungen mit aufgenommen worden. „Dennoch können wir beim Warentransport nicht von gleich guten Bedingungen wie vor der Pandemie sprechen.“

Jansen berichtete, dass in den kommenden Tagen die Spinaternte beginnen wird. In Zusammenarbeit mit den Landwirten in der Region sei die Versorgung Deutschlands mit Spinat aus dem Münsterland gesichert.

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