Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

IHK verabschiedet Tillmann Neinhaus

Hauptgeschäftsführer

Tillmann Neinhaus hat am Freitag die Kommandobrücke der IHK verlassen. Leicht gefallen ist das dem Hauptgeschäftsführer nicht - trotz oder vielleicht auch wegen der vielen lobenden Worte beim Empfang.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 25.03.2011
IHK verabschiedet Tillmann Neinhaus

Zum Abschied steckte IHK-Präsident Jürgen Fiege (re.) dem langjährigen Hauptgeschäftsführer Tillmann Neinhaus die Goldener Ehrennadel der Kammer an.

Tillmann Neinhaus lebt und liebt die Kammer durch und durch. Seit stolzen 43 Jahren. Bewegt hat er in dieses Zeit vieles. „Er ist ein Macher“, sagt Präsident Jürgen Fiege. Doch Neinhaus wäre nicht Neinhaus, wenn er zum Abschied alles rosarot sehen würde. Die Ansiedlung eines Frauenhofer Institutes oder die Umsetzung des unterirdischen Transportsytems Cargo Cap hält er ebenso für machbar wie sinnvoll. Andere Ideen wie etwa die Überdachung der Kortumstraße ordnet er unter verpasste Chancen ein.

Tillmann Neinhaus hingegen war für die Kammer und damit für die Unternehmen der Region ein Riesengewinn. Deshalb überreichte Präsident Jürgen Fiege ihm die Goldene Ehrennadel der Industrie- und Handelskammer. Sichtbares Zeichen für die Verdienste, die er sich in den letzten 15 Jahren als Hauptgeschäftsführer der IHK erworben hat.In einer Talkrunde hatten zuvor OB Ottilie Scholz, Jürgen Fiege und Konrad Schily (1. Präsident der Uni Witten/ Herdecke) ihre Wertschätzung für den Hauptgeschäftsführer und auch für den Menschen Tillmann Neinhaus artikuliert. „Wir haben uns immer gut verstanden“, erinnert Ottilie Scholz an das gemeinsam von Stadt und IHK nach der ersten Opelkrise 2004 entwickelte Konzept „Bochum 2015“. Ausdrücklich lobte sie das große Engagement bei der Gründungsoffensive.

„Er hat immer wirtschaftlich gedacht“, lobte Jürgen Fiege. Mehrfach habe die IHK die Beiträge senken können. Konrad Schily erinnerte sich an seine erste Begegnung. Dabei habe er festgestellt, dass Neinhaus kein „Verbandsfuzzi“ sei. Ich hätte ihn gerne als Studenten gehabt. Er war immer neugierig.“ Später – als es Gegenwind gab – habe er ihn als „guten Freund erfahren“. Die große Gästeschar erfuhr an diesem Morgen auch Privates. Dass Tillmann Neinhaus sehr an Kultur interessiert ist. Dass er Klassik sehr mag – aber auch Musik, die eher bei Sendern wie 1 Live zu hören ist. Dass er aus seinem Alter ein kleines Geheimnis macht. Was Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz gut verstehen kann. „Wir wollen alterslos älter werden.“