IHK will ein neues Künstlerhaus aufbauen

Kreativwirtschaft

Brachliegende Innenstadt-Flächen mit Kreativwirtschaft zu füllen, das ist der Traum von heutigen Stadtplanern und Wirtschaftsförderern. So auch die IHK. Sie will aus dem „Telekom-Block“ an der Willy-Brandt-Straße ein Künstlerhaus machen.

BOCHUM

von Von Max Florian Kühlem

, 05.01.2011 / Lesedauer: 2 min
IHK will ein neues Künstlerhaus aufbauen

Der "Telekom-Block" an der Willy-Brandt-Straße, der zum Künstlerhaus werden sollte.

Das Problem sei bloß: Oft könnten sich Kreative den Raum in der Innenstadt nicht leisten. Im neuen Kunst- und Kulturhaus, das auf seiner bereits existierenden Homepage „Arts Bochum“ genannt wird, zahlen sie um die fünf Euro pro Quadratmeter Warmmiete und können vorhandene Sanitäreinrichtungen und Küchen nutzen. Nach Vorstellung der Geschäftsführerin Martina Murgia sollen die Kreativen ähnlich wie im Unperfekthaus Essen auch einen Schauwert für Publikum anbieten und möglichst einmal die Woche Programm oder Atelierbesuche bieten. Im Unperfekthaus werden sie dafür allerdings kostenlos untergebracht.

Die der Homepage zu entnehmende Bandbreite der interessierten Kreativen reicht vom „Hypnosebildermaler“ über Recyclingkünstler bis zu Textildesignern, Tanzgruppen, Fotografen und Musikern. „15 bis 20 sehr konkrete Mietinteressierte“ seien darunter, informiert Beeck, der auch an Nachhaltigkeit interessiert ist: „Wenn das Projekt ein Erfolg wird, werden wir mit anderen Immobilien-Eigentümern über Alternativen verhandeln.“ Noch ist der Vertrag mit dem Projektentwickler ECE allerdings nicht unterschrieben. ECE will das Gebäude in einigen Jahren im Zuge der Neugestaltung des Justiz-Areals nutzen.