Ihr Fall bewegte Deutschland: "Oma Gertrud" ist tot

Wegen Schwarzfahren vor Gericht

Ihr Fall sorgte vergangenes Jahr für Aufsehen: Gertrud F., besser bekannt als "Oma Gertrud", drohte vor dem Amtsgericht Wuppertal eine Gefängnisstrafe, weil sie 22-mal ohne gültigen Fahrausweis im öffentlichen Nahverkehr unterwegs war. Heute wurde bekannt: Die 87-Jährige ist gestorben.

WUPPERTAL

, 14.07.2014, 15:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Oma Gertrud" ist tot. Das Schicksal der 87-Jährigen bewegte 2013 viele Menschen in ganz Deutschland.

"Oma Gertrud" ist tot. Das Schicksal der 87-Jährigen bewegte 2013 viele Menschen in ganz Deutschland.

Fünf Tage vor Heiligabend 2013 musste sich Gertrud F. vor dem Wuppertaler Amtsgericht verantworten. Der Vorwurf: 22 Fälle von Beförderungserschleichung. Das Gericht zeigte sich milde: "Das Verfahren wird ausgesetzt", sagte damals Richter Markus Schlosser. Es müsse zunächst geklärt werden, ob die Frau verhandlungs- und schuldfähig ist. "Sie sind frei und können gehen", sagte der Richter zu der alten Dame und hob ihren Haftbefehl auf. Daraufhin brandete im Gerichtssaal Applaus auf. "Ich danke Euch", rief die Seniorin den Zuschauern zu.

Mit dpa