Illegales Autorennen in Hagen: 5 Menschen schwer verletzt - Automotor prallt auf Gegenfahrbahn

Schwerer Unfall

Bei einem Autorennen auf der A46 bei Hagen sind fünf Menschen schwer verletzt worden. Die A46 war Stunden lang gesperrt. Der Wagen eines Iserlohners (28) brach regelrecht auseinander.

Hagen

02.08.2021, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Golf wurde komplett zerstört. Durch die Wucht des Unfalls riss der Motor heraus und flog auf die Gegenfahrbahn der Autobahn 46.

Der Golf wurde komplett zerstört. Durch die Wucht des Unfalls riss der Motor heraus und flog auf die Gegenfahrbahn der Autobahn 46. © Alex Talash

Bei einem Verkehrsunfall nach einem mutmaßlich illegalen Autorennen auf der Autobahn 46 bei Hagen sind fünf Menschen schwer verletzt worden.

Ein 28 Jahre alter Autofahrer habe sich am frühen Sonntagmorgen ein Rennen mit einem anderen Fahrzeug geliefert, teilte die Polizei am Montag in Dortmund mit. Der Mann aus Iserlohn habe dabei den Ermittlungen zufolge die Kontrolle verloren und sein Auto sei mit hohem Tempo durch die Mittelleitplanke auf die Hauptfahrbahn geschleudert worden. Dabei seien alle fünf Insassen (16 bis 28 Jahre) des Unfallfahrzeugs schwer verletzt worden.

Zweiter Fahrer flüchtete zunächst

Der beim Aufprall herausgerissene Motor landete auf der Gegenfahrbahn. Der 27 Jahre alte Fahrer des anderes Autos sei zunächst vom Unfallort geflüchtet, wenig später aber zurückgekehrt.

Ein zufällig an der Unfallstelle vorbeifahrender Arzt und ein Streifenteam der Autobahnpolizei hätten die Schwerverletzten zunächst versorgt. Die Polizei löschte den brennenden Motor. Die A46 war in dem Bereich über mehrere Stunden gesperrt.

Im Auto befand sich eine geladene Schreckschusspistole

In dem Unfallfahrzeug fanden die Beamten eine geladene Schreckschusspistole, ein Messer und Betäubungsmittel. Beide Autos wurden sichergestellt und abgeschleppt. Der Sachschaden werde auf rund 45.000 Euro geschätzt, hieß es. Die Polizei ermittelt wegen eines illegalen Autorennens gegen beide Fahrer. Auch wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und das Betäubungsmittelgesetz werde ermittelt.

dpa


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