Im Dortmunder Süden ensteht ein flächendeckendes Rad- und Fußwege-System

HÖRDE Der Dortmunder Süden darf sich freuen. Auf ein riesiges, flächendeckendes Netz von Rad- und Fußwegen. Viele Kilometer Strecke, die, wenn alles gut geht, im Jahr 2010 einen stadtnahen Naherholungsbereich erschließen, der im Ballungszentrum Ruhrgebiet wohl seinesgleichen sucht.

von Von Jörg Bauerfeld

, 09.07.2008, 17:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

So kann der Spaziergänger oder Radfahrer auf bestens angelegten Wegen ein Gebiet erkunden, das vom Rombergpark und der Bolmke im Westen über den neu angelegten Phoenix Park (Phoenix West) bis hin zum Phoenixsee reicht. Auch eine Anbindung an den Westfalenpark soll erfolgen.

Die Arbeiten zu diesem Großprojekt laufen auf Hochtouren, "immer in enger Absprache mit den Firmen wie der Emschergenossenschaft, damit man sich nicht ins Gehege kommt", sagt Franz Große-Kreul (LEG - Landes-Entwicklungs-Gesellschaft).

Aus Schienentrassen werden Radwege

Um eine "autostörungsfreie" Streckenführung hinzubekommen, nutzt die LEG im Bereich des neu entstehenden Phoenix-Parks einige Überbleibsel aus dem alten "Stahlwerksbestand". Eine nützliche Hilfe sind dabei die alten Schienentrassen und die stählernen Brücken. 

"Wir sind bemüht, die alten Anlagen in den Park zu integrieren", erklärt Große-Kreul. So sind vor allem die Brücken genauestens unter die Lupe genommen worden. Sie sollen die großflächigen Rad- und Fußwegeverbindungen im Raum Hörde und Hombruch ermöglichen.

"Bei den Bauwerken an der Faß- und Semerteichstraße lohnte sich eine Sanierung nicht mehr." Hier ist jeweils ein Neubau geplant, um den 3,5 Meter breiten Rad- und Fußweg aufzunehmen.

Eine Brücke mit Namen Emschersteg

Das Stahlbauwerk über die B54 (in Höhe der Abfahrt Rombergpark) und die Eliasbahnbrücke werden wieder hergerichtet. "Der Zustand ist so gut, dass sich eine Sanierung lohnt."

Im Bereich der Abfahrt Westfalenpark ist mit dem Emschersteg West ein neuer Übergang über die B54 geplant, an der Seidlitz Straße gibt es in naher Zukunft die Überführung Emschersteg Ost (Brücke Nummer sechs). Der erste Teil des Wegenetzes soll noch 2008 fertig gestellt sein - eine durchgängige Verbindung vom Rombergpark über Phoenix West nach Hörde. 2010 wird der Phoenixsee (über den Eliasdamm und die neue Brücke an der Faßstraße) angebunden.

Und als siebtes und letztes Brückenprojekt schwebt Franz Große-Kreul eine etwa 300 Meter lange luftige Verbindung zwischen dem über 65 Hektar großen Landschaftskeil und dem Rombergpark vor.

Hoch über die B54 soll sich dieser Weg spannen, der dann auch einen Anschluss an den U-Bahn Haltepunkt Rombergpark erhalten soll. "Aber das ist bisher nur eine Vision", so Große-Kreul. Die Radfahrer und Fußgänger würde es freuen.