Im Fokus: Migration, Ukraine-Krise, wirtschaftliche Interessen

Ostermarsch

Der Ostermarsch: Eine Möglichkeit für viele, sich mit der Politik und vor allem dem Frieden und Unfrieden in der Welt auseinanderzusetzen. In Bochum kamen am Ostersonntag, 20. April, 150 Teilnehmer des Ostermarsches Rhein/Ruhr im Bahnhof Langendreer zusammen. Einige äußerten Kritik an der Politik.

LANGENDREER

von Von André Deutscher

, 22.04.2014, 05:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Referent Matthias Monroy (l.) stellte neben Moderator Wolfgang Dominik seine Kritik an der Migrationspolitik dar.

Referent Matthias Monroy (l.) stellte neben Moderator Wolfgang Dominik seine Kritik an der Migrationspolitik dar.

Besonders interessant seien für die Europäer die libyschen Ölfelder. Deshalb sei es laut Monroy äußerst bedenklich, dass die libysche Gendarmerie in Italien ausgebildet wird. Die Aufgabe dieses Polizeiersatzes sei es, sogenannte „kritische Infrastrukturen“ in Libyen zu sichern. Dabei gehe es ganz besonders um die Ölfelder. Hinzu komme der Einsatz neuester und kostspieliger Technologien. Dronen und Satellitenüberwachungssysteme würden viel Geld in die Kassen europäischer Firmen spülen. Wie sehr das Thema Migrationspolitik die Zuhörer beschäftigt, wurde in einem Redebeitrag deutlich. „Man denkt immer, wir leben in einer zivilisierten Welt. Aber fast täglich liest man, dass wieder dutzende Menschen in einer Nussschale im Mittelmeer ertrunken sind. Es kann doch nicht sein, dass die niemand etwas unternimmt“, beklagte die Zuhörerin Ursula Schier.

Aber auch der Ukraine-Konflikt war ein Thema, das die Ostermarschierer beschäftigte. Andreij Stoch zeigt sich bei dem Thema aber sehr verunsichert. „Es wird ja alles immer komplizierter. Da blickt doch ein normaler Bürger gar nicht mehr durch. Aber das macht es natürlich noch einfacher für die Politiker, uns zu verschweigen, was wirklich vor sich geht“, sagte der gebürtige Ukrainer. Natürlich ging es beim diesjährigen Ostermarsch Ruhr auch um die klassischen Themen wie Atomwaffen und -energie. Die traditionelle Veranstaltung endete am Ostermontag, 21. April, mit einem Protestzug nach Dortmund. Dabei wandten sich die Friedensdemonstranten gegen zu viel Einflussnahme der Bundeswehr im zivilen Katastrophenschutz.

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