Im letzten Rennen gemeinsam ins Ziel

Mirko Schmidt

Er wollte seine sportliche Laufbahn da beenden, wo alles angefangen hat: Der Wattenscheider Hürdenläufer Mirko Schmidt hat im Wittener Wullenstadion sein letztes Rennen bestritten.

WATTENSCHEID

29.09.2014, 16:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im letzten Rennen gemeinsam ins Ziel

Mit diesen Läuferinnen und Läufern bestritt Mirko Schmidt (hinten, Mitte) sein Abschiedsrennen in Witten.

Alte Weggefährten hatte sich Schmidt auch als Konkurrenten für sein letztes Rennen ausgesucht. Oder besser: Partner. Denn diesmal ging es nicht um die Zeit; alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer liefen zusammen über die Ziellinie. Unter anderem mit dabei: die Trainingskollegen Timo Krampen und Christoph Hilger sowie TV-01-Hochspringer Sebastian Kneifel. Ein Karriereende mit gerade mal 26 – da sagen viele: Junge, viel zu früh! Schmidt hält dagegen: „Es gibt auch ein Leben außerhalb der Leichtathletik, und ich trete demnächst an einer Schule in Witten mein 18-monatiges Referendariat an. Da wäre es mir nicht möglich, Sport weiterhin auf diesem Niveau zu betreiben.“ Jetzt blickt der Wattenscheider zurück – mit Dankbarkeit: „Es war eine sehr, sehr schöne Zeit mit lustigen und auch kantigen Typen in der Trainingsgruppe. Da habe ich viel gelernt, vor allem von Henning Hackelbusch. Und ein dickes Dankeschön an meinen Trainer Dietmar Ragsch für die vergangenen sieben Jahre. Der Mann hat Heiligabend und Silvester mit uns auf dem Platz gestanden, mehr muss ich nicht sagen.“ Und wie war das letzte Rennen? „Ein komisches Gefühl“, sagt Schmidt, „aber ich bleibe der Leichtathletik ja erhalten. Ob irgendwann mal als Trainer oder als Hobby-Athlet.“ Die Zeit der eigenen Quälerei ist jedenfalls erst einmal vorbei.

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